Investitionsförderung in NÖ zukünftig gesichert

Laut Agrarlandesrat Stefan Pernkopf ist die Investitionsförderung für die niederösterreichischen Landwirte bis 2014 gesichert. Allerdings sind in den nächsten Jahren zB tierschutzrechtliche Anpassungen notwendig:
Durch eine Reduktion der Fördersätze und eine tierschutzrechtliche Adaptierung ist es in Niederösterreich gelungen, die Investitionsförderung und die Jungübernehmerprämie bis 2014 zu sichern.
Durch eine Reduktion der Fördersätze und eine tierschutzrechtliche Adaptierung ist es in Niederösterreich gelungen, die Investitionsförderung und die Jungübernehmerprämie bis 2014 zu sichern.
„Niederösterreich hat seit dem Jahr 2007 bei der Investitionsförderung einen besonderen Schwerpunkt gesetzt und die Budgetmittel im Vergleich zur vorhergehenden Periode mehr als verdoppelt. Es stehen in der Periode 2007 bis 2013 ca. Euro 204 Millionen EU-, Bundes- und Landesmittel, für die Bereiche Investitionsförderung und Niederlassungsprämie, zur Verfügung“, so Agrarlandesrat Stefan Pernkopf.

Das angebotene Förderprogramm wurde von den niederösterreichischen Betrieben gut genutzt: Seit dem Jahr 2007 langten bisher Anträge von knapp 9.000 Betrieben in der NÖ Landes-Landwirtschaftskammer ein. Gleichzeitig wurden damit gerade in Zeiten der wirtschaftlich schwierigen Situation Investitionen mit einem Volumen von mehr als 650 Mio. € ausgelöst und damit Arbeitsplätze gesichert. Durch diese Investitionsfreudigkeit der landwirtschaftlichen Betriebe sind die bis 2013 zur Verfügung stehenden Mittel bereits sehr weit ausgeschöpft.


Zuschüsse sinken prozentuell

Damit möglichst viele Betriebe die Investitionsförderung nutzen können, ist eine Anpassung der Fördersätze notwendig. Die Änderungen gelten für alle Anträge, die ab sofort in der örtlich zuständigen Bezirksbauernkammer gestellt werden. Damit soll eine Situation, wie in der vorhergehenden Förderperiode, dass die Investitionsförderung eingestellt werden muss, verhindert werden.

Fördersätze:

Investitionen werden in Zukunft mit 15 % gefördert. Werden die Investitionen aufgrund tierschutzrechtlicher Bestimmungen notwendig, erhalten die Antragsteller um 5 % mehr, also 20 %. Das trifft für rinderhaltende Betriebe mit Anbindehaltung zu, sowie für Zuchtsauenhalter die den Wartestall adaptieren oder neu bauen müssen.
Die höhere Förderung gibt es für folgende tierschutzrechtlich bedingte Investitionen:
 Adaptierung von Rinder-Anbindeställen und notwendige begleitende Maßnahmen (zB Auslauf)
 Umstellung von Anbinde- auf Laufstallhaltung im Rinderbereich (inkl. Stallneubau)
 Errichtung von Gruppenhaltungssystemen für Zuchtsauen (inkl. Wartestallneubau)
Die Anpassung bei den Investitionszuschüssen ermöglicht Verbesserungen bei der Inanspruchnahme von geförderten Krediten. Durch eine Anhebung der Finanzierungsobergrenze von 55 % auf 65 % können nunmehr bei Anträgen höhere Kreditbeträge bewilligt werden.

Anpassung sichert auch Jungübernehmerförderung

„Die Jungübernehmerförderung, welche gemeinsam mit der Investitionsförderung aus dem gleichen Fördertopf finanziert wird, ist mir ein besonderes Anliegen. Mit dieser Anpassung der Förderbedingungen wird sichergestellt, dass diese bis zum Ende der Förderperiode zur Verfügung steht“, so abschließend Pernkopf.


Aktualisiert am: 06.07.2010 12:17
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