Investition in Klauenpflegeplatz für Rinder sinnvoll

Um eine fristgerechte Pflege bzw. Behandlung der Klauen zu gewährleisten, gehört ein Klauenpflegestand in jeden rinderhaltenden Betrieb. Die angebotenen Klauenpflegestände unterscheiden sich hinsichtlich Ausstattung und Preis aber ganz erheblich.
Eine Investition in einen eigenen Klauenpflegebereich rechnet sich für viele Rinderhalter.
Eine Investition in einen eigenen Klauenpflegebereich rechnet sich für viele Rinderhalter.
Die Palette der angebotenen Klauenpflegestände für Rinder reicht vom einfachen handgetrieben Durchtreibestand bis zum „selbstfahrenden“ vollhydraulischen Kippstand. Hierunter dürfte sich für jede betriebliche Verwendung das passende Produkt finden. Wesentliche Entscheidungskriterien sind Häufigkeit der Nutzung, die Art und Größe der zu pflegenden Tiere, die Körpergröße und Verfassung des Pflegenden und nicht zuletzt die Präferenzen hinsichtlich eingesetzter Klauenpflegewerkzeuge. Grundsätzlich ist zwischen Durchtreibe-, Kipp-, Liegeboxen-, und Einschiebeklauenpflegständen zu unterscheiden. Zum festen Einbau in einen eigens eingerichteten Klauenpflege- und Behandlungsbereich eignen sich stabile Durchtreibe- und Kippstände. Einschiebestände und Liegeboxenstände sind dagegen Sonderbauformen, die direkt im Tierbereich eingesetzt werden. Um eine sichere Arbeit von guter Qualität durchführen zu können, muss der Klauenpflegestand zum vorhandenen Tierbestand passen. Nur wenn das Tier bequem und gut im Klauenpflegestand gesichert ist, lassen sich die Klauen stressfrei bearbeiten. Für die großrahmigen Milchrassen sind Innenraumlängen von 180 cm und Innenbreiten von mind. 70 cm notwendig. Der Klauenpflegestand sollte aber auch für kleinere Tiere, wie zum Beispiel Jungrinder im Alter von 16 - 18 Monaten, geeignet sein. Die hierzu notwendige Flexibilität in Raumangebot und Fixierungsmöglichkeit wäre bei den angebotenen Klauenpflegeständen noch zu verbessern.

Autor: Wolfgang Sekul, Landwirtschaftliches Zentrum Baden-Württemberg (D)

Mehr darüber erfahren Sie in der Ausgabe 3 von „Der fortschrittliche Landwirt“

Weiters in dieser Ausgabe:

Bestimmungen für Rinderhalter 2012

Futterkosten in der Milchviehhaltung


Aktualisiert am: 23.01.2012 14:04
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