Internetbetrug - Nicht jedes Schnäppchen ist ein Häppchen

Die Verführungen im Internet sind mannigfaltig. Besonders bei Gebrauchtmaschinen – aber auch bei allen anderen Artikeln – ist das Angebot groß und manchmal das eine oder andere (scheinbare) Schnäppchen dabei.
Vorsicht bei scheinbaren Lockangeboten im Gebrauchtmaschinenmarkt.
Vorsicht bei scheinbaren Lockangeboten im Gebrauchtmaschinenmarkt.
Leider weiß man nicht wie seriös das Angebot und der Anbieter ist und man nimmt sich auch nicht die Zeit, es wirklich zu prüfen. Denn, wenn es das erhoffte Schnäppchen ist, dann muss alles schnell gehen. Man muss rasch reagieren. Schließlich warten auch viele andere auf diese Chance. Daher volles Risiko. Kontaktaufnahme mit Mister Unbekannt in dem anderen Land und Unterlagen schicken lassen. Es sieht alles vertrauenswürdig aus, klingt vernünftig und sachlich fundiert, nur die Sprache ist vielleicht etwas stümperhaft. Auch von der Vorauszahlung auf ein Treuhandkonto hat man schon gehört. Also das Schnäppchen, scheint es, ist das Risiko wert. So in etwa funktioniert das Denkmuster bei der Schnäppchenjagd im Internet. Dazu kommt die Begierde, etwas ganz günstig zu bekommen und vielleicht auch die Erfahrung, dass man bis jetzt noch nie von wirklichen Gaunern hereingelegt worden ist. Daraus ergibt sich die trügerische Sicherheit, mir wird das schon nicht passieren. Und dann passiert es halt doch immer wieder (lesen Sie dazu mehr unter www.landwirt.com/internetbetrug/.So wird aus einem vermeintlichen Schnäppchen schnell ein teures Häppchen, das man nie bekommen hat.

Was man im Internet nie tun sollte:

  • 1. Sich von Lockangeboten verführen lassen. Im Gegenteil, hier doppelt und dreifach vorsichtig sein.
  • 2. Sich in die GIER-Falle locken lassen: Schnell und ohne Sicherheit agieren. Genau damit spekulieren die Betrüger.
  • 3. Keine Voraus- und Anzahlungen oder dergleichen leisten. Oft ist das Geld dann weg. Bei Vorauszahlung- oder Anzahlungszwang lieber auf das Geschäft verzichten.
  • 4. Dem Gegenüber im Netz nicht das ganz große Interesse an seinem Angebot zeigen. Ansonsten werden die Lockangebote noch verführerischer und Sie bleiben wie die Ameise im Honig stecken. Kühl und sachlich bleiben.
  • 5. Darauf hoffen oder vertrauen, dass die anderen schon keine Gauner sein werden. Wenn möglich immer recherchieren, ob es die Firma überhaupt gibt.
  • 6. Nehmen Sie keine Schecks als Zahlungsmittel an.
  • 7. Gehen Sie sorgsam mit Ihren Passwörtern um. Achten Sie darauf, wer von Ihnen Ihr Passwort will und verwenden Sie möglichst schwierige Kombinationen aus Buchstaben und Zahlen.
  • 8. Seine persönlichen Daten an Unbekannte weitergeben.
  • 9. Nie Konto- oder Kreditkartennummern per E-Mail weitergeben. Zu groß ist die Gefahr, dass dies in falsche Hände gerät.
  • 10. Ungesicherte Verbindungen für sensible Daten benutzen. Achten Sie bei der Dateneingabe auf eine gesicherte Internetverbindung. Diese erkennen Sie sehr einfach über das https:// anstatt einer einfachen http://-Verbindung. Gute Onlineshops arbeiten mit gesicherten Verbindungen.


Sicherheitshinweise für Käufer und Verkäufer

  • Vorsicht bei extrem günstigen und professionell beschriebenen Angeboten.
  • Lassen Sie sich möglichst viele Informationen über das angebotene Produkt schicken.
  • Fragen Sie auch nach dem Grund des Verkaufes. Prüfen Sie den Marktwert der angebotenen Ware.
  • Barzahlung bei Abholung gilt nach wie vor als die sicherste Zahlungsweise.
  • Keine Vorab-Überweisungen! Insbesondere bei ausländischen oder extrem günstigen Angeboten und ausländischen Bankverbindungen.
  • Identität kontrollieren! Rufen Sie den Anbieter an. Nutzen Sie dazu Telefonbücher oder die Auskunft.
  • Prüfung vorhandener Anbieterdaten! Vorsicht bei Anbietern, die nur per E-Mail erreichbar sind. Hotmail-, gmail- und gmx-Adressen sind schnell eingerichtet, aber genauso schnell wieder deaktiviert.
  • Gewerbliche Anbieter: Kontrollieren Sie das Impressum der Webseite.
  • Besichtigen Sie den Artikel – besonders alle Produkte mit einem Wert von mehr als 300 Euro.
  • Sollte es sich um ein verdächtiges Inserat auf www.landwirt.com handeln, kontaktieren Sie uns unter thomas.muehlbacher@ landwirt.com
  • Bei Verdachtsfall: Melden Sie uns das jeweilige Angebot unter dem Navigationspunkt „Angebot melden“ oder im Gebrauchtmaschinenmarkt mit „Anzeigenfehler melden“.• Vorsicht vor fingierten Zahlungsbestätigungen. Banken versenden keine Zahlungsbestätigungen.


Zur Diskussion: Warum ergeht es immer wieder Internetkunden wie der Ameise im Honig? Lassen auch Sie sich von Lockangeboten verführen?


Autor: Hans Meister
Aktualisiert am: 25.03.2013 15:25
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