Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschland: Gegenbewegung gegründet

Die Rahmenbedingungen für die Schweinehaltung haben sich deutlich gewandelt. Schweinehalter brauchen deshalb eine starke Interessenvertretung. In Deutschland hat sich aktuell eine Gegenbewegung zur Interessengemeinschaft ISN formiert.
Initiative PRO ISN gegründet

Die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) ist eine wichtige Schnittstelle zwischen den deutschen Schweinehaltern und den ständigen Herausforderungen seitens des Marktes, der Wirtschaft und der gesetzlichen Rahmenbedingungen. Die ISN hat sich Anfang Januar bei einer Strategietagung von Vorstand und Beirat inhaltliche Arbeitsschwerpunkte gesetzt. Aus den eigenen Reihen sind jetzt offensichtlich einige Beiratsmitglieder mit der besprochenen Kursausrichtung nicht einverstanden. Als Konsequenz haben diese Mitglieder im Vorfeld zur ISN-Mitgliederversammlung am 22. Februar 2011 die Initiative PRO ISN gegründet und fordernVeränderungen „von innen heraus“ und eine stärkere Ausrichtung der ISN-Arbeit auf die Mitglieder. „Wir müssen zurück zu den Schweinehaltern in den Dörfern, damit wir auch wissen, wo der Schuh drückt“, verlangt der Pressesprecher der Initiative. Gleichzeitig betont er, dass sich die Gruppe eindeutig zur ISN bekenne und deshalb am Tag nach der Mitgliederversammlung aufgelöst werde.

Vorsitzender der ISN befürchtet Schaden für alle Schweinehalter

Heinrich Dierkes, Vorsitzender der ISN, hält grundsätzlich konstruktive Kritik für sehr sinnvoll und auch notwendig. Dennoch ist der Vorsitzende erstaunt, dass sich die Initiative vornehmlich aus einigen wenigen Beiratsmitgliedern formiert hat. „Gerade angesichts der Dioxin-Vorfälle und der jüngsten Alleingänge aus dem Bundeslandwirtschaftsministerium in punkto Tierschutz (ohne Beteiligung der Wirtschaft) können wir es uns nicht leisten, uns auf diese Weise mit uns selbst zu beschäftigen. Derartige Aktionen schaden allen Schweinehaltern!“, betont ISN Vorsitzender Heinrich Dierkes.

Sowohl die ISN als auch die Initiative PRO ISN ruft die deutschen Schweinehalter auf sich auf der Mitgliederversammlung am 22. Februar 2011 in Osnabrück umfassend zu informieren und ein eigenes Bild zu machen.


Aktualisiert am: 11.02.2011 12:15
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