Insekt des Jahres 2012: der Hirschkäfer

Um auf seine Bedrohung hinzuweisen, wurde der prächtige Hirschkäfer in Österreich, Deutschland und in der Schweiz zum Insekt des Jahres 2012 gekürt.
Der Hirschkäfer benötigt Totholz um seinen Bestand zu sichern.
Der Hirschkäfer benötigt Totholz um seinen Bestand zu sichern.
Der aus der Familie der Schröter stammende Hirschkäfer (Lucanus cervus) erreicht mit seinem Geweih eine Körpergröße von bis zu 9 cm und gilt damit als der größte Käfer im mitteleuropäischen Raum. Die Population des Hirschkäfers wird aber immer kleiner. Ursache dafür dürften fehlende Eichen- und Flurbäume, die sie fürs Überleben brauchen, sein.

Zur Vermehrung totes Eichenholz notwendig
Die flugtauglichen Hirschkäfer ernähren sich zu einem großen Teil aus dem Baumsaft der Eiche. Dieser enthält Pilze, die für die Reifung der Keimzellen verantwortlich sind. Den Saft holen sie sich aus Wundstellen, die durch äußere Faktoren wie Blitzschlag, Windbruch und Frostrisse verursacht wurden, bzw. können sich die Weibchen durch die Rinde beißen, wo sie dann die lebensnotwendige Flüssigkeit mithilfe kleiner gelber Pinselchen aufnehmen.

Damit der Hirschkäfer nicht für immer aus unseren Wäldern verschwindet sind Waldbesitzer aufgerufen, beispielsweise in ihren Wäldern morsche Eichenstümpfe stehen zu lassen.

Autor: Hans Flasch

Autor:
Aktualisiert am: 26.09.2012 17:03
Landwirt.com Händler Landwirt.com User