Informationen für Biobetriebe

Fütterung im Biobetrieb – seit 1. Jänner 08 gilt 100 % Biofutter für Raufutterverzehrer
Fertigfuttermittel die 2007 nach den damaligen Biobestimmungen erlaubter Weise eingelagert wurden, können trotz den neuen strengeren Fütterungsbestimmungen aufgebraucht werden.
Fertigfuttermittel die 2007 nach den damaligen Biobestimmungen erlaubter Weise eingelagert wurden, können trotz den neuen strengeren Fütterungsbestimmungen aufgebraucht werden.
Biobetriebe hatten in den letzten Jahren die Ausnahmemöglichkeit bei Nichtverfügbarkeit von biologischen Futtermitteln, für Raufutterverzehrer (Rinder, Pferde, Schafe, Ziegen u.a.) konventionelle Futtermittel im Rahmen von bis zu 5 % der Jahresration einzusetzen.
Diese Ausnahmeregelung war seit jeher mit 31.12.2007 befristet.

Umstellungsanteil bleibt
Es gab in letzter Zeit viele Diskussionen, ob und wie eine Weiterführung dieser Ausnahme festgelegt wird. Ein Erlass des zuständigen Bundesministeriums für Gesundheit, Familie und Jugend hat nun Klarheit geschaffen.
Mit 1. Jänner 2008 sind Raufutterverzehrer zu 100 % mit Futtermitteln aus biologischer Landwirtschaft zu füttern. Der konventionelle Anteil wird somit auf 0 % reduziert, der erlaubte Umstellungsfutteranteil bleibt bei 50 % in der Jahresration.
Bei Futtermittelhändlern und Landwirten lagernde Futtermittelfertigmischungen, die diesen neuen Bestimmungen noch nicht entsprechen, können noch abverkauft und aufgebraucht werden, wenn dieses Futter vor dem 31.12.2007 erzeugt wurde.
Mineralstoffmischungen bleiben von dieser Regelung unberührt.
Für die Fütterung von Schweinen und Geflügel gelten neue Prozentwerte. Der erlaubte konventionelle Futteranteil bei Nichtverfügbarkeit von Biofuttermitteln wird auf 10 % reduziert.

Bio- Kontrollzuschuss- Beantragung und Abwicklung
Der Bio- Kontrollzuschuss für landwirtschaftliche Betriebe wird ab 2007 im Rahmen einer Sonderrichtlinie abgewickelt und nicht mehr als Pauschale ausbezahlt. Für die biologische Wirtschaftsweise beträgt die max. Förderungsintensität im ersten Jahr 80 % der tatsächlichen Kontrollkosten. Diese verringert sich bis zum Ende der Förderungsperiode im 5. Jahr stetig. Die Förderung kann bis ins Jahr 2013 gewährt werden. Bei Betrieben, welche mit dem Herbstantrag 2006 ins ÖPUL 2007 eingestiegen sind, kann dieser Herbstantrag 2006 als Kontrollkostenförderantrag herangezogen werden. Betriebe, die erst mit dem heurigen Herbstantrag ins ÖPUL 2007 einsteigen, müssen jetzt einen eigenen Förderungsantrag stellten. Dieser Antrag kann auf der AMA- Homepage www.ama.at besorgt werden.

Mit Ende des Förderungsjahres erhalten die Landwirte das Bewilligungsschreiben für die Förderung des Bio- Kontrollzuschusses sowie den Zahlungsantrag. Der Zahlungsantrag ist an die AMA zu senden. Beizulegen ist die Rechnung der Kontrollstelle sowie die Überweisungsbestätigung des Betrags. Für die folgenden Antragsjahre enthält jeder Zahlungsantrag ein neues Antragsformular.

Vertragsabschlüsse für Bio-Neueinsteiger
Betriebe, die mit dem Herbstantrag 2007 neu in die biologische Wirtschaftsweise eingestiegen sind, haben die Verpflichtung, bis 31.01.2008 einen Kontrollvertrag mit einer Biokontrollstelle abzuschließen. Betriebe, welche noch keinen Vertrag abgeschlossen haben, müssen dies noch unbedingt veranlassen, da ansonsten für 2008 keine Bioförderung ausbezahlt wird.


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Aktualisiert am: 01.02.2008 12:30

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