Inflationsrate steigt wieder

Nach dem zweimonatigen Sommertief zeigt die Teuerung in Österreich jetzt wieder einen Aufwärtstrend. Im August 2009 stieg die Inflationsrate nach Berechnungen der Statistik Austria auf 0,3%.
Gemüse wurde im Sommer saisonbedingt etwas billiger verkauft.
Gemüse wurde im Sommer saisonbedingt etwas billiger verkauft.
Die Ausgabengruppe "Verkehr" (durchschnittlich -5,4%) erwies sich in Österreich im August als Hauptpreisdämpfer im Jahresabstand. Ausschlaggebend waren vor allem die Treibstoffe, die insgesamt um 19% unter dem Vorjahresniveau lagen (Dieseltreibstoff -24%, Superbenzin -13%, Normalbenzin -14%). Die Ausgaben für Flugtickets waren um 22% geringer als im August 2008. Wartung und Reparaturen von PKW verteuerten sich hingegen insgesamt um 4%.

Preisdämpfer Nahrungsmittel
Die Ausgabengruppe "Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke" (durchschnittlich -0,6%) wirkte im Zwölf-Monatsabstand abermals preisdämpfend. Bei den Nahrungsmitteln standen den Verbilligungen bei Obst (-11%), Molkereiprodukten und Eiern (insgesamt -3%) Preisanstiege bei Fleisch und Fleischwaren (insgesamt +1%) sowie bei Zucker, Marmelade, Honig, Süßwaren (insgesamt +4%) gegenüber.

Wohnungsmieten verteuern sich
Stärkster Preistreiber war im Jahresabstand die Ausgabengruppe "Wohnung, Wasser und Energie" (durchschnittlich +1,9 %). Hauptverantwortlich dafür waren Preisanstiege bei der Instandhaltung von Wohnungen (+5,4 %). Wohnungsmieten verteuerten sich durchschnittlich um 5,3%. Haushaltsenergie verbilligte sich insgesamt um 3%. Deutliche Preisanstiege gab es auch für Versicherungsleistungen (+3,3 %), die Ausgaben für "Hausrat und laufende Instandhaltung des Hauses" stiegen im Schnitt um 2,9%. Als zusätzlicher Preistreiber erwies sich die Kategorie "Bekleidung und Schuhe" (+4,9 %).

Preisniveau gegenüber Juli um 0,4% gestiegen
Im Vergleich zum Vormonat Juli ergab sich im August 2009 eine durchschnittliche Teuerung von 0,4%. Eindeutiger Hauptpreistreiber im Monatsabstand war die Ausgabengruppe "Bekleidung und Schuhe" (+4,1 %), was fast ausschließlich auf das Eintreffen der Herbst/Winterkollektion zurückgeführt werden kann. (AIZ)


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Aktualisiert am: 18.09.2009 10:37
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