Inflation verringerte sich auf Tiefstwert von 0,7%

Die Inflationsrate ist in Österreich im April 2009 nach Berechnungen der Statistik Austria auf 0,7% gesunken, das ist der niedrigste Wert seit September 1999. Damit liegt die Veränderungsrate auch knapp unter dem Niveau des Vormonats (März 0,8%), jedoch klar unter den Werten zu Jahresbeginn (Februar 1,3%, Jänner 1,2%).
Die Verteuerung bei den Treibstoffen war ein großer Preistreiber.
Die Verteuerung bei den Treibstoffen war ein großer Preistreiber.
Die Inflationsrate hätte ohne die starken Verbilligungen bei Treibstoffen und Heizöl 2% betragen. Hauptpreistreiber waren Ausgaben für die Instandhaltung von Wohnungen. Die harmonisierte, auf EU-Ebene vergleichbare Inflationsrate für den Monat April 2009 betrug 0,5% (März 0,6%).

Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke gegenüber März billiger
Im Vergleich mit dem Vormonat März ergab sich im April 2009 ein durchschnittlicher Preisanstieg von 0,2%. Hier erwies sich die Ausgabengruppe "Verkehr" (+1,2%) als Preistreiber, was größtenteils auf Verteuerungen bei Treibstoffen (+3%) zurückzuführen war. Inflationsbremsend wirkte vor allem auch die Ausgabengruppe "Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke", hier kam es zu durchschnittlichen Preisrückgängen von 0,4%. Sie sind in erster Linie auf Verbilligungen bei Gemüse (-3%) und Obst (-2%) zurückzuführen.
Wegen der Wirtschaftskrise ist in Österreich das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im 1. Quartal 2009 stark eingebrochen, allerdings im Jahresvergleich nicht ganz so massiv, wie von Experten befürchtet. Laut Schätzung des Wirtschaftsforschungsinstituts verringerte sich die Wirtschaftsleistung im ersten Vierteljahr um 2,8%, im Jahresabstand knickte das BIP real um 3,6% ein. (AIZ)


Aktualisiert am: 25.05.2009 09:48
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