Inflation sank im Mai auf tiefsten Wert

Die Inflationsrate ist im Mai 2009 nach Berechnungen der Statistik Austria auf 0,3% gesunken, das ist der niedrigste Wert seit April 1999. Die jährliche Veränderungsrate lag damit nochmals deutlich unter jener der Vormonate (April 0,7%, März 0,8%).
Teuerung nur mehr bei 0,3% - Lebensmittel wirkten gegenüber April als Preisdämpfer.
Teuerung nur mehr bei 0,3% - Lebensmittel wirkten gegenüber April als Preisdämpfer.
Dieser niedrige Wert kam hauptsächlich durch den Basiseffekt bei Treibstoffen und Heizöl zustande. Hauptpreistreiber im Mai waren Ausgaben für die Instandhaltung von Wohnungen. Die harmonisierte, auf EU-Ebene vergleichbare österreichische Inflationsrate (HVPI) für Mai 2009 betrug 0,1%. In der Eurozone sank sie wie erwartet auf 0,0%, im Schnitt der EU-27 lag sie bei 0,7%.

In der Kurzfristanalyse (Mai 2009 gegenüber April 2009) ergab sich laut Statistik Austria ebenfalls eine durchschnittliche Teuerung von 0,3%. Stärkster Preistreiber im Monatsabstand war die Ausgabengruppe "Verkehr " (+0,8%) wofür größtenteils Verteuerungen bei Treibstoffen (insgesamt +3%) ausschlaggebend waren. Flugtickets verbilligten sich um 2%. Die durchschnittlichen Preisanstiege von 0,9% in der Gruppe "Hausrat und laufende Instandhaltung des Hauses " wurden fast ausschließlich durch teurere Möbel, Innenausstattung und Bodenbeläge verursacht. In der Kategorie "Freizeit und Kultur " (durchschnittlich +0,6%) wirkten vor allem teurere Pauschalreisen preistreibend.

Hauptpreisdämpfer im Monatsabstand war die Ausgabengruppe "Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke " (durchschnittlich -0,4%), was überwiegend auf niedrigere Lebensmittelpreise (-0,6%) zurückzuführen war. Besonders deutlich wirkten sich dabei Preissenkungen bei Fleisch und Fleischwaren (-2%) aus. Gemüse war im Schnitt um 1% billiger (Häuptelsalat -20%, jedoch Karotten +22%). Die Obstpreise blieben im Monatsabstand insgesamt unverändert. (AIZ)


Aktualisiert am: 20.06.2009 19:39
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