Inflation im Juni 2009 am Nullpunkt

Die heimische Inflationsrate ist im Juni 2009 nach Berechnungen der Statistik Austria auf 0,0% gesunken, das ist der niedrigste Wert seit August 1966. Lebensmittel sind gegenüber Mai sogar um 0,8% billiger.
Hauptverantwortlich für die Verbilligung bei Lebensmittel waren überwiegend Gemüse (-4%) und Obst (-4%). Fleischwaren verteuerten sich im Mittel um 1%.
Hauptverantwortlich für die Verbilligung bei Lebensmittel waren überwiegend Gemüse (-4%) und Obst (-4%). Fleischwaren verteuerten sich im Mittel um 1%.
Der nach dem kontinuierlichen Rückgang der Inflation in den Vormonaten nunmehr eingetretene Stillstand der Teuerung wurde hauptsächlich durch Treibstoffe und Heizöl verursacht. Obwohl die Preise dafür in den vergangenen Monaten wieder leicht stiegen, blieben sie dennoch deutlich unter dem Niveau des Vorjahres. Ohne diese Verbilligungen hätte die Inflationsrate 1,6% betragen. Die harmonisierte, auf EU-Ebene vergleichbare österreichische Inflationsrate sank im Juni 2009 erstmals auf minus 0,3%. Zum Vergleich: In der Eurozone lag sie bei minus 0,1%, in der EU-27 betrug sie im Schnitt 0,6%.

Treibstoffe als Hauptpreisdämpfer
Als Hauptpreisdämpfer gegenüber Juni 2008 erwies sich in Österreich die Ausgabengruppe "Verkehr " (durchschnittlich -6,7%). Hauptverantwortlich dafür waren Treibstoffe, die sich im Vergleich zum Vorjahr insgesamt um 24% verbilligten. Die Preise für Flugtickets gingen um 18% zurück. Zu Preisrückgängen von 11,9% führten in der Ausgabengruppe "Erziehung und Unterricht " die stark gesunkenen Ausgaben für Studiengebühren. Hauptpreistreiber im Jahresabstand war die Kategorie "Verschiedene Waren und Dienstleistungen " (durchschnittlich +3,4%), was überwiegend durch gestiegene Preise für Versicherungsleistungen verursacht wurde.

Wohnungsmieten teurer, Energie billiger
Die Gruppe "Wohnung, Wasser und Energie " verzeichnete durchschnittliche Teuerungen von 1,5%. Ausschlaggebend dafür waren in erster Linie Preisanstiege bei der Instandhaltung von Wohnungen um durchschnittlich +6,3%. Wohnungsmieten stiegen durchschnittlich um 5%. Haushaltsenergie verbilligte sich insgesamt um 4,8%, wobei die starken Preisreduktionen beim Heizöl (-39%).


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Aktualisiert am: 17.07.2009 13:07
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