In der Ausformung liegt das Geld

Je strenger die Qualitätskriterien in den Sägewerken werden, umso wichtiger ist eine optimale Ausformung des Holzes. Relativ einfach ist das noch bei vollholzigen, langschaftigen Stämmen. Schwierig wird es aber, wenn die Holzqualität im Bestand gering ist.

Ein guter Rundholzerlös hängt maßgeblich von der richtigen Ausformung ab.
Ein guter Rundholzerlös hängt maßgeblich von der richtigen Ausformung ab.
Ein makelloser Stamm findet sich beim Schlägern nur in den seltensten Fällen. Fast jeder Baum hat einen oder mehrere Holzfehler, die das Ausformen erschweren. Dazu gehören etwa die Grobastigkeit, krumme Stammformen oder sichtbare Fäulnis. Hier ist nun der Landwirt gefordert, trotzdem ein Maximum an Holzqualität zu erzeugen. Das ist schließlich die Grundlage eines entsprechend guten Erlöses. Bei der Holzernte mit der Motorsäge und Ausformung am Schlagort sollte schon der stehende Baum dazu genutzt werden, eine grobe Klassifizierung durchzuführen. Besonders Krümmungen und Zwieselbildungen sind am stehenden Baum meist besser erkennbar als am gefällten. Nach der Fällung muss die Schnittfläche beurteilt werden. Waldbart und Wurzelanläufe werden entfernt, dann wird ausgeformt. Dabei ist darauf zu achten, dass das ausgeformte Holz möglichst über die gesamte Länge der gleichen Qualität entspricht. Wenn der Stamm beispielsweise nach 9 m sehr grobastig wird, sollten ein 4 m und ein 5 m guter Qualität abgelängt werden, nicht zwei 4 m – wenn der Käufer solche Sortimente abnimmt.

Autor: Ing. Stefan MAURER, Kulm am Zirbitz


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Aktualisiert am: 09.11.2005 15:07

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