ISN wurde 20

Am Freitag, dem 7. März, feirte die ISN, die Interessensgemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands, ihr 20 jähriges Bestehen.
Über 1.300 Schweinehalter und zahlreiche Ehrengäste kamen zur Jubiläumsmitgliedsversammlung nach Münster. Der ISN Vorsitzende Franz Meyer zu Holte forderte in seiner Festansprache die Politik auf, die Rahmenbedingungen der deutschen Schweinehaltung endlich zu verbessern. „Hausgemachte Kostensteigerungen durch weit über EU-Recht hinausgehende Vorschriften“, so der Vorsitzende, kämen die Schweinehalter in der zurzeit „sehr schwierigen Marktlage zusätzlich sehr teuer zu stehen”.

V.l.: Franz Meyer zu Holte (ISN-Vorsitzender) Detlef Breuer (ISN-Geschäftführer), Magnus Westerkamp (Geschäftsführer Big Dutchman), Karl-Heinz Wöste (Verkaufsleiter Big Dutchman) bei der Übergabe des ISN-Präsentes
V.l.: Franz Meyer zu Holte (ISN-Vorsitzender) Detlef Breuer (ISN-Geschäftführer), Magnus Westerkamp (Geschäftsführer Big Dutchman), Karl-Heinz Wöste (Verkaufsleiter Big Dutchman) bei der Übergabe des ISN-Präsentes
„Die Ferkelerzeuger in Mitteleuropa haben annähernd zweieinhalb Milliarden Euro Vermögensverluste erlitten“, stellte Meyer zu Holte fest. Da im letzten Jahr die Erzeugerpreise um bis zu 20 % niedriger waren als im Vorjahr, müsse sich wohl jemand anderes aus der Wertschöpfungskette eine „goldene Nase verdient“ haben. Denn die Fleischpreise seien im Einzelhandel unverändert geblieben.

Sorge bereite den Schweinehaltern außerdem die restriktive, europäische Zulassungspolitik von GVO-Futtermitteln bei Mais, Soja oder Corngluten sowie die aktuelle Gentechnik- bzw. Kennzeichnungsdiskussion. Hier rief Meyer zu Holte zu einem sachlich orientierten Gedanken- und Erfahrungsaustausch anstatt einer emotionalen, von NGOs getrieben Debatte auf.

Als wertvolles Handwerkszeug für den unternehmerisch denkenden Schweinehalter verwies der ISN-Geschäftsführer auf die mittlerweile sechs von der ISN durchgeführten Preisvergleiche, den „Vergleich von Vermarktungswegen für Schlachtschweine“, den „Deutschen ISN-Schweinepreis-“, den „EU-Schweinepreis-“, den „Ferkelpreis-“ und den „Schlachtsauenpreisvergleich“. Und über die internationale Arbeitsgruppe InterPIG analysieren wir außerdem die Produktionskosten für Mastschweine auf europäischer Ebene“, erläuterte Breuer weiter. „Zusammen mit unserem Klassiker, dem ISN-Marktbericht und dem www.schweine.net gewährleisten wir ein Maximum an Markttransparenz am Schweinemarkt. Von Schweinehaltern – für Schweinehalter“.

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Aktualisiert am: 14.03.2008 21:19
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