ISN sieht eine Entspannung am Schweinemarkt

Am europäischen Schlachtschweinemarkt zeichnet sich nach Wochen des Preisdrucks eine Stabilisierung der Märkte ab. Die Interessensgemeinschaft der deutschen Schweinehalter (ISN) kommentiert die aktuelle Situation:
Die ISN Prognostiziert eine Entspannung am Schweinemarkt.
Die ISN Prognostiziert eine Entspannung am Schweinemarkt.
Trotz des weiterhin großen Angebots werden quer durch Europa unveränderte Notierungen festgestellt, berichtet die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschland e. V. (ISN). Inwieweit die private Lagerhaltung (PLH) für diese Bodenbildung verantwortlich sei, ist schwer abzuschätzen. Physisch wirksam dürfte die Förderung der PLH demnach erst ab der zweiten Novemberwoche werden, da die Anträge erst jetzt gestellt und dann bearbeitet werden müssen. Trotzdem habe die Ankündigung der PLH bereits eine stabilisierende Wirkung auf den Schweinemarkt.

Sowohl in Schweden als auch in Großbritannien gebe es derweil erste Solidaritätsbekundungen einzelner Lebensmittelketten für die einheimischen Schweinehalter. Sie zahlen auf Grund der gestiegenen Futterkosten freiwillig mehr fürs Schweinefleisch unter der Bedingung, dass dieses Geld bei den Schweinehaltern ankommt, heißt es in der ISN-Meldung weiter. In beiden Ländern gebe es unter der Bevölkerung große Präferenzen für einheimisches Schweinefleisch.

Die Vermarktungssituation auf den Fleischmärkten habe sich derweil etwas entspannt. Der Binnenmarkt in Westeuropa stehe nur noch leicht unter Druck, während der Export mengenmäßig zufriedenstellend läuft. Das Preisniveau im Export sei auf Grund des starken Euros allerdings nicht befriedigend. So sieht die ISN tendenziell, dass in einigen Ländern der fehlende Schlachttag am 1. November für leichte Überhänge am Markt sorgen wird. Nachfrageimpulse durch Monatsbeginn und private Lagerhaltung sollten aber einen Ausgleich bringen und zumindest stabile Preise ermöglichen.


Aktualisiert am: 23.11.2007 07:14

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