IG Milch und EMB:EU Milchpolitik gescheitert

Angaben der IG -Milch zufolge wurden 25 bis 50% des Milchpreises und damit 100 % der milchbäuerlichen Einkommen wurden mit dem Beschluss der EU-Kommission, die Milchquote aufzustocken, innerhalb eines Jahres
zerstört. Ähnlich kritisiert werden die nun zugesagten Exportsubventionen für Milch vom EMB.(European MIlk Board)
Das Einkommen aus der Milchproduktion für die Bauern wurde durch die Quotenaufstockung innerhalb des letzten Jahres von der EU-Kommission vernichtet, meint die IG-Milch und prangert diesen unzufriedenstellenden Zustand massiv an.
Das Einkommen aus der Milchproduktion für die Bauern wurde durch die Quotenaufstockung innerhalb des letzten Jahres von der EU-Kommission vernichtet, meint die IG-Milch und prangert diesen unzufriedenstellenden Zustand massiv an.
Alle Bemühungen der europäischen Milcherzeugerverbände, die
produzierte Menge an den Markt flexibel anzupassen, wurden
abgeschmettert, mit zerstörerischen Folgen für zigtausende
europäische Milchbäuerinnen und Milchbauern. Vor genau 2 Monaten
wurden alle Warnungen von denkenden Milcherzeugern in den Wind
geschlagen und mit dem Ministerratsbeschluss die Seligsprechung der
Milchmarktliberalisierung eingeleitet. Nach 9 Wochen wird nun zur
Kehrtwende angesetzt:


Exportsubventionen sind falscher Weg
Kommissarin Fischer-Boel greift nun in die Kiste steinzeitlicher Werkzeuge der Agrarpolitik, so die IG, und kramt das
Instrument der Exportsubventionen hervor, um den drastischen
Milchpreisverfall noch zu stoppen und auf einem historischen
Tiefstpreisniveau einzufrieren.Mit der Wiedereinführung von
Exportsubventionen werde aber auch das Hungerproblem nachhaltig
verschärft, indem mit Preisdumping Märkte in der dritten Welt
zerstört werden. Es werden in den Entwicklungsländern aber auch
Flächen mit Futtermittelproduktion blockiert, um in der europäischen
Union diese Überschüsse überhaupt erzeugen zu können. Damit würde die
katastrophale Einkommenssituation der Milchbetriebe in Europa aber
nicht verbessert und die Ernährungssituation von armen
Futterexportländern nur verschlechtert werden, meint man bei der IG Milch..


Falls nötig Proteste
Sollte die EU-Kommission den falschen Beschluss der Mengenaufstockung nicht korrigieren und die Exporterstattungen tatsächlich beschließen, sehen wir uns aus Verantwortung unseren Betrieben sowie unseren Kollegen in den Entwicklungsländern gegenüber veranlasst, mit massiven Aktionen auf
diese absurde und zerstörerische Politik hinzuweisen.", so Ewald
Grünzweil, Obmann der IG-Milch.

Faire Preise gefordert
"Nur mit fairen Preisen und einer marktkonformen Produktion wäre eine sinnvolle Lebensmittelproduktion in Österreich möglich.
Besonders stolz können wir auf das Projekt "A-faire-Milch" sein, da
hier nur Betriebe den Mehrpreis bekommen, die den Markt nicht mit
Überproduktion belasten.", so Ernst Halbmayr, Projektleiter und
Obmannstellvertreter der IG-Milch.
Die vor kurzem bekanntgegebene Preiserhöhung für Trinkmilch einzelner
Ketten wäre ein Schritt in die richtige Richtung, wenn das Geld auch
bei den Erzeugern ankommen und nicht durch Preisabsenkungen bei
anderen Milchprodukten egalisiert würde.


Aktualisiert am: 26.01.2009 13:33

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