IG Milch begrüßt Anti Preisdumping-Bekenntnis

Über die Ankündigung des Rewe-Konzerns, eine „Trendwende in der Preispolitik“ einzuleiten, der „Geiz ist geil“ - Mentalität abzuschwören und auf Qualität zu setzen, ist die IG Milch in einer Presseaussendung erfreut.
Mit dem „Jänner der tausend Sensationen“ hätte die zur REWE –Austria -Gruppe gehörende Lebensmittelkette Billa Anfang 2006 einen ruinösen Preiskampf im österreichischen Handel eingeleitet. Dem Dumping bei Löhnen und Preisen im Lebensmittelhandel wäre damit enormer Vorschub geleistet worden.

Frische Milch, Butter Joghurt und Käse als beliebte Lebensmittel und Frequenzbringer seien zu Schleuderpreisen als Lockartikel eingesetzt worden.

Die österreichischen Milchbauern hatten und haben daher die größte Last des Preiskrieges zu tragen. Verzweifelte Bauern der IG-Milch haben Ende Jänner gegen ruinöse Preise und die Gefahr der Irreführung von Konsumenten protestiert und damit eine Schleuderaktion mit ausländischer „Heidi-Butter“ beendet.

Mit Preisen weit unter den Erzeugungskosten würden die Lebensmittelqualität, die Arbeitsplätze, die Erholungslandschaft und letztlich die Glaubwürdigkeit des Handels selbst gefährdet. Diese Logik hätte jetzt auch Billa erkannt, meint die IG Milch in ihrer Presseaussendung.

Das Bekenntnis des Rewe-Konzerns zur österreichischen Landwirtschaft und gegen ruinöse Preisaktionen sollte jedoch nicht bei Ankündigungen stehen bleiben.

Die IG-Milch erwartet daher bei Preisabschlüssen von Billa mit den österreichischen Molkereien Berichtigungen, die über den Begriff „Signal“ hinausgehen, und den österreichischen Milchbauern einen fairen Preis für das hochwertige Lebensmittel Milch sichern.


Aktualisiert am: 06.09.2006 09:01
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