Hygienemaßnahmen zur Krankheitsprophylaxe im Schweinestall

Die Gesundheit unserer Schweine wird in allen Produktionsphasen, beginnend von Saug- und Aufzuchtferkeln bis hin zu Mastschweinen und Zuchttieren, durch eine Vielzahl von Faktoren beeinflusst.
Der verantwortungsvolle Landwirt wird auf Produktionssicherheit und Immunprophylaxe setzen. Einerseits wird er darauf achten, die Einschleppung neuer Krankheitserreger zu verhindern, andererseits wird er versuchen, bereits vorhandene Erreger zu eliminieren bzw. zu minimieren und ihre Vermehrung zu hemmen. Mit gezielten Managementmaßnahmen wie der Rein-Raus-Methode und Produktionsrhythmen wird er versuchen, Infektionszyklen zu unterbrechen. Nur in Ausnahmefällen werden Antibiotika oder andere Therapeutika zum Einsatz kommen müssen. Gegenüber therapeutischen und prophylaktischen Antibiotikaeinsätzen stehen Hygienemaßnahmen und Impfungen im Vordergrund.

Um Hygieneprogramme gezielt einsetzen zu können, ist zuerst eine Gefahrenanalyse auf jeder Stufe des Produktionsprozesses, von der Geburt der Tiere bis zur Schlachtung sowie von der Einstallung bis zur Ausstallung inklusive der Transporte, durchzuführen. Dabei ist zu beachten, dass die Verbreitung von Krankheitserregern grundsätzlich von unbeweglichen und beweglichen Ansteckungsquellen sowie von Futter und Wasser ausgehen kann.

Autoren: Dr. F. Schmoll und Dr. W. Sipos, Veterinärmedizinische Universität Wien


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Aktualisiert am: 07.12.2005 17:53
Hygiene bedeutet nicht nur sachgerechte Lagerung, sondern auch richtige und saubere Anwendung, zu den eine häufiger Nadelwechsel unumgänglich ist. Mangelnde Hygiene äußert sich nicht nur in Spritzenabsezessen.
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