Husqvarna 550 XP und 555 im Praxistest

Bis jetzt waren die neue Motorentechnologie X-Torq und die automatische Vergaserregelung AutoTune den Spitzenmodellen von Husqvarna vorbehalten. Mittlerweile hat die Technik bei den Modellen der Mittelklasse 550 XP und 555 Einzug gehalten. Wo die Stärken und Schwächen der Sägen liegen, haben wir in der Praxis und am Prüfstand getestet.
Die beiden Sägen unterscheiden sich vor allem durch Abmessungen, Dimensionierung, Hubraum und Leistung voneinander.
Die beiden Sägen unterscheiden sich vor allem durch Abmessungen, Dimensionierung, Hubraum und Leistung voneinander.
2011 präsentierte Husqvarna die ersten Motorsägen XP-Modelle mit neuer Motorentechnologie und automatischer Vergaserregelung. Im vergangenen Jahr übertrug das Unternehmen diese Technik auch auf die Modelle der Mittelklasse. Die Funktion Auto Tune ermöglicht es, den Vergaser automatisch einzustellen. X-Torq soll dazu beitragen die Verbrennung im Motorenraum zu optimieren. In unserem Praxistest kam die kleinste Profisäge 550 XP und die etwas größere Semiprofisäge 555 zum Einsatz. Mit ihnen wurden mehr als 800 fm Holz geerntet. Daneben nahm das Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik e. V. (KWF) die beiden Sägen genauer unter die Lupe.


Die 555 zeigte sich in der Praxis als Allroundsäge für die vielfältige Verwendung.
Die 555 zeigte sich in der Praxis als Allroundsäge für die vielfältige Verwendung.
AutoTune und X-Torq
Beide Sägen sind mit der elektronischen Vergaserregulierung AutoTune ausgestattet. Sie ermöglicht den Vergaser unabhängig von Luftdruck, Höhenlage, Temperatur und Luftfilterzustand zu regeln. Die mikroprozessorgesteuerte Vergaserregulierung optimiert die Drehzahl über die Treibstoffzufuhr. Laufende Messungen und Auswertungen von Drehzahl, Treibstoffmenge und Luftklappenstellung (Gashebelposition) bilden die Grundlage dazu. Um die EU-2-Abgasnorm zu erreichen und die Verbrennung im Motorraum zu optimieren, verfügen die Sägen über die Motorentechnologie X-Torq. Technisch wird dies durch einen eigenen Frischluftkanal umgesetzt. Über einen doppelten Spülkanal bildet sich zwischen den verbrannten Abgasen und dem einströmenden Treibstoff- Luftgemisch ein Luftpolster. Somit soll vermieden werden, dass unverbranntes Treibstoff-Luftgemisch in die Abluft gelangt. Für den praxisgerechten Einsatz der AutoTune-Funktion, ist es notwendig die Säge gleich nach dem Starten auf Höchstdrehzahl bzw. ins Holz zu bringen, sodass sich die Elektronik justieren kann. Ein Vorgang, der Anwendern, die einen vorsichtigen Umgang mit kalten Motorgeräten gewohnt sind, sicherlich etwas Überwindung kostet. Dass die Mikroprozessoren Fehler haben können, zeigte uns die Tatsache, dass die Testsäge 550 XP im Praxiseinsatz zeitweise nicht die volle Leistung erbrachte. Nach einem Software-Update und Erneuerung der Tankentlüftung arbeitete unser Testkandidat jedoch einwandfrei. Mittlerweile verfügen die Fachwerkstätten über entsprechende Analyse- und Updateausrüstungen.

Den ausführlichen Praxistest mit allen Ergebnissen der beiden Husqvarna Sägen finden Sie in der Ausgabe 09/2013 unserer Fachzeitschrift „Der fortschrittliche Landwirt“.

Aktualisiert am: 19.04.2013 21:37
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