Hund - welcher passt zu mir? - Passt ein Hund zu mir?

Menschen und Hunde haben eine über 15.000 Jahre lange gemeinsame Geschichte, den Hund würde es ohne den Menschen gar nicht geben. Es ist also kaum verwunderlich, dass der Wunsch nach einem Hund als Gefährten bei vielen Menschen ein sehr intensiver ist.
Hunde sind auch kein Spielzeug für Kinder, genauso wenig wie es ein jüngeres Geschwister wäre – sie gehören auch nicht einem einzelnen Kind.
Hunde sind auch kein Spielzeug für Kinder, genauso wenig wie es ein jüngeres Geschwister wäre – sie gehören auch nicht einem einzelnen Kind.
Man sollte meinen, dass diese jahrtausende alte Beziehung inzwischen unkompliziert und problemlos ist – aber: je weiter wir uns von natürlichen Lebensweisen und dem Draußen sein entfernen, desto höher und unrealistischer werden die Erwartungen an den Hund. Er soll uns oft Helfer, Gefährte, Partner sein und eine Verbindung zur Natur geben. Wenn jedoch die Bedürfnisse des Hundes nicht wenigstens in den Grundzügen erfüllt werden, kann er mit dieser Aufgabe überfordert sein.

Die erste Frage: Was kann ich meinem Hund bieten?
Bevor man sich mit den Ansprüchen, Vorstellungen und Wünschen an seinen Hund befasst, sollte man sich eine viel grundlegendere Frage stellen:
Kann und will ich die Bedürfnisse meines Gefährten Hund kennenlernen und zufrieden stellen?
Hunde sind soziale Tiere. Für einen Hund ist es schlimm, stundenlang oder gar einen ganzen Tag alleine zu sein. Bloß weil Bekannte oder Freunde berichten das ist gar kein Problem, der ist gleich von Anfang an allein geblieben muss das nicht bei jedem Hund so sein – und wünschenswert ist es unter gar keinen Umständen! Hunde sind immer noch Jäger und Raubtiere. Auch in 15.000 Jahren Entwicklung zum Haustier hat der Hund immer noch in seinem tiefsten Inneren sein Naturell als Jäger behalten – der eine mehr, der andere weniger. Das bedeutet aber auch, dass Hunde jagen und beißen, ja sogar schwere Verletzungen zufügen können. Nur wenn in den ersten Lebenswochen bei der Sozialisation die Haustierwerdung noch einmal im Schnelldurchgang durchlaufen wird, kann der Hund zum Gefährten in der menschlichen Familie werden. Ohne diese Sozialisation kommen auch beim „Haustier“ Hund die zum Teil gefährlichen Verhaltensweisen des Wildtieres zum Vorschein.

Nach welchen Kriterien kann man einen Hund aussuchen?
Sie sind sich sicher – ein Hund soll es sein! Nur welcher? Es gibt so zahlreiche verschiedene Hundetypen und –rassen, dass sich jeder seinen persönlichen „Passhund“ finden kann oder …könnte. Interessant ist, dass der Auswahl eines neuen Autos in der Regel ein langes Abwägen von Vor- und Nachteilen, Diskussion mit Freunden über Verbrauch und Sonderausstattungen, Studium von Prospekten und Autozeitschriften und bei Gebrauchtwagen sogar ein Ankaufstest vorausgeht. Bei Hunden geht das alles oft ganz schnell – man hat sich in die Optik oder das Image einer Rasse verliebt und jegliche Vernunft ist den Bach hinunter.
Und doch sollten Sie nicht vergessen: die Lebenserwartung des Hundes ist doppelt so hoch wie heutzutage eine durchschnittliche Ehe dauert …

Autorin: Dipl. Tierarzt Sabine SCHROLL, Krems


Aktualisiert am: 07.12.2009 13:30
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