Hühnerfleisch in Österreich wird Gentechnik-frei

Kontrolliert Gentechnik freie Fütterung: ein Großteil der heimischen Masthuhn- und Putenzüchter haben bereits umgestellt – rund 80.000 t potenziell mit GVO belasteter Soja werden durch Gentechnik-freie Ware ersetzt.
Seit Anfang 2012 wird bei den größten Geflügelbetrieben, die rund 90 % des heimischen Mastgeflügelmarktes abdecken Gentechnik-frei gefüttert.
Seit Anfang 2012 wird bei den größten Geflügelbetrieben, die rund 90 % des heimischen Mastgeflügelmarktes abdecken Gentechnik-frei gefüttert.
Seit 2010 sind die österreichische Milchwirtschaft und die Frischeier-Produktion auf kontrollierte Gentechnik-freie Fütterung umgestiegen. nun folgt auch die Umstellung bei heimischem Mastgeflügel.
„Mit dem heutigen Tag ist erstmals österreichisches Hühnerfleisch aus kontrolliert Gentechnik-freier Produktion in den Regalen des Lebensmittelhandels zu finden (betrifft insbesondere: Hofer, REWE Group, SPAR, Zielpunkt)“, so Markus Schörpf, Obmann der ARGE Gentechnik-frei.

Gentechnik-freie Fütterung soll bei Mastgeflügel Branchenstandard werden

Seit Anfang Jänner 2012 wird bei den größten Geflügelbetrieben, die rund 90 % des heimischen Mastgeflügelmarktes abdecken - Hubers Landhendl in Oberösterreich, Steirerhuhn-Lugitsch und Titz in der Steiermark sowie Wech in Kärnten – Gentechnik-frei gefüttert. Damit kommt sechs bis acht Wochen nach Beginn der Fütterung das erste Hühnerfleisch mit der Qualitätsbezeichnung „Ohne Gentechnik hergestellt“ auf den Markt. Aufgrund der Größe und Marktrelevanz der beteiligten Lebensmittelhändler und Betriebe kann davon ausgegangen werden, dass in kürzester Zeit die gesamte Branche folgen wird. Im ersten Schritt werden Frischgeflügelfleisch und zerlegte Ware ausgelobt; für verarbeitete Ware (z.B. Wurst) und Importware wird noch an Lösungen gearbeitet.

Österreich: Bei Gentechnik-Freiheit führend in Europa

„Mit dem neuen, europaweit einzigartigen Schritt der Umstellung auf Gentechnik-freie Fütterung setzen Österreichs Geflügelwirtschaft und der Lebensmittelhandel einen entscheidenden Impuls in Richtung Qualität, Rückverfolgbarkeit und Gentechnik-Freiheit“, freut sich Markus Schörpf, Obmann der ARGE Gentechnik-frei.

Marktsituation heute
„In Österreich sind keinerlei gentechnisch veränderte Lebensmittel am Markt. Allerdings: Im Bereich der Futtermittel aus konventioneller Produktion muss, aufgrund der Angebotslage auf den Weltmärkten, mit gentechnisch veränderter Soja gerechnet werden. In Österreich handelt es sich dabei um ein Importvolumen von rund 600.000 t, zumeist aus Südamerika. Rund 400.000 t davon gehen in die Schweinezucht und -mast, rund 75.000 t in die Mastrinderfütterung, rund 45.000 t in die Legehennenfütterung und rund 80.000 t in die Geflügelmast. Einige Anteile - wie z.B. der Sojabedarf für die komplette heimische Legehennenfütterung - konnte bereits in den letzten Jahren auf kontrolliert Gentechnik-freie Ware umgestellt werden. Wenn es nun gelingt, die 80.000 t Soja für die Mastgeflügelzüchtung ebenfalls mit kontrolliert Gentechnik-freier Ware zu ersetzen, ist dies ein gewaltiger Erfolg und ein wichtiges Signal“, erklärt der Obmann der ARGE Gentechnik-frei.


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Aktualisiert am: 20.02.2012 12:10
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