Hühner: Käfighaltung ab 1. Jänner 2009 verboten

Die LK NÖ fordert Gastronomie und Lebensmittelproduzenten auf, Österreichische Produkte zu beziehen und auf den Speisekarten auf die Haltungsform hinweisen.

Am Samstag, den 4. Oktober ist Welttierschutztag. Österreich unterstreicht seine Vorreiterrolle, indem das Käfigverbot für Hühner am 1. Jänner 2009 drei Jahre früher in Kraft tritt als in der EU.
Am Samstag, den 4. Oktober ist Welttierschutztag. Österreich unterstreicht seine Vorreiterrolle, indem das Käfigverbot für Hühner am 1. Jänner 2009 drei Jahre früher in Kraft tritt als in der EU.
Österreich unterstreicht seine Vorreiterrolle, indem das Käfigverbot für Hühner am 1. Jänner 2009 drei Jahre früher in Kraft tritt als in der EU. Dort gilt das Verbot erst ab 2012. Der Handel ist bereits mitgezogen und bietet seinen Konsumenten nur mehr Eier aus alternativen Legehennenhaltungen an. Nun liegt es noch an der Gastronomie und den Verarbeitern, sich zu Österreichischen Produkten zu bekennen.

Umstieg wird gefördert
„Wir appellieren an die Gastronomie und die Lebensmittelproduzenten zu österreichischer Qualität zu greifen und nicht Produkte zu bevorzugen, die nicht nach den strengen Auflagen des nationalen Tierschutzgesetzes erzeugt wurden. Durch das vorzeitige Käfigverbot bei Hühnern wurden bisher von Österreichischen Bauern an die 100 Mio. Euro für alternative Legehennenstallungen aufgewendet. Diese Investitionen sollen auch weiterhin durch eine Umstiegsförderung ermöglicht werden.
Das Tierschutzgesetz schafft somit eine win-win Situation. Es sorgt für bessere Bedingungen für die Tiere, es kurbelt die Wirtschaft an, führt zu einer Modernisierung der bäuerlichen Betriebe und garantiert den Konsumenten beste Qualität “, so LK NÖ Präsident Hermann Schultes.

„Glückliche“ Hühner für Österreich
In 1800 österreichischen Legehennenbetrieben werden rund 5,4 Mio. Hennen gehalten, davon 450.000 biologisch, 980.000 in Freilandhaltung und 2,5 Mio. in Bodenhaltung. Derzeit werden noch rund 1,5 Mio. Hennen in Käfigen gehalten, was bis Jahresende 2008 noch erlaubt ist. Der pro Kopf Konsum beträgt in Österreich durchschnittlich 236 Eier jährlich. Davon kaufen die Konsumenten rund 1/3 direkt im Handel, 2/3 werden über die Gastronomie, beim Direktvermarkter oder über Fertigprodukte der Lebensmittelerzeuger bezogen.


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Aktualisiert am: 30.12.2008 09:30
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