Holzübernahme – beachtenswerte Neuerungen

Die neuen Holzhandelsussancen und eine neue Ö-Norm in Bereich der Rundholzvermessung verändern die Rundholzübernahme.
Holz messen im Wald wurde in den letzten Jahren von der Werksabmaß abgelöst. Daher mussten neue Maßnormen und letztlich neue Holzhandelsussancen ausverhandelt werden
Holz messen im Wald wurde in den letzten Jahren von der Werksabmaß abgelöst. Daher mussten neue Maßnormen und letztlich neue Holzhandelsussancen ausverhandelt werden
Die ÖHU sind die „Spielregeln“ für das Holzgeschäft und regeln die Sortierung des Holzes nach Güteklassen. Heute hat die Werksübernahme von Holz das Waldabmaß weitgehend abgelöst. Neben der maschinellen Vermessung findet auch die Einstufung der Qualitäten im Werk und nicht mehr im Wald statt. Zudem werden Kriterien wie Abholzigkeit und Krümmung im vermehrten Ausmaß durch die Messanlage maschinell bestimmt.
Trotz all dieser Maßnahmen ist weiterhin die Eigenverantwortung der Waldbesitzer gefordert. Dazu gehört, dass sich die Waldbauern intensiv mit den Rahmenbedingungen der Holzübernahme auseinandersetzen und die periodischen Kontrollabmaße und die Anwesenheit bei der Holzübernahme nicht vernachlässigen. „Hofferne Waldbesitzer“ oder Bauern, die nur selten Holz verkaufen, sollten sogenannte Vertrauensholzmesser beiziehen. Ein diesbezügliches Netzwerk wurde jüngst in Bundesland Kärnten installiert. Hilfe und Auskunft bekommen Interessierte auch im nächsten Waldverband.
Hilfreich ist auch die Verwendung von Musterschlussbriefen und Musterlieferscheinen. Die eigene Holzausformung sollte stets einer kritischen Prüfung und Verbesserungen unterzogen werden.

Autor: DI Gerald ROTHLEITNER, Land & Forstbetriebe Österreich, Wien


Aktualisiert am: 18.01.2007 18:12
Landwirt.com Händler Landwirt.com User