Holzmarkt wird immer globaler

Die Vermarktung von Buche ist stärker von internationalen Einflüssen betroffen als die von Eiche. Konkurrenz durch Sägewerke aus Rumänien beinflusst heimischen Markt.
Die Absatzmärkte in China, der Iberischen Halbinsesl und Nordafrika beeinflussen immer mehr unsere Laubholzpreise.
Die Absatzmärkte in China, der Iberischen Halbinsesl und Nordafrika beeinflussen immer mehr unsere Laubholzpreise.
Die Globalisierung trifft in immer stärkerem Maße auch den Holzmarkt. Wie der Deutsche Forstwirtschaftsrat (DFWR) unter Bezug auf ein Treffen von Vertretern der laubholzverarbeitenden Sägewerke und Mitgliedern des DFWR-Holzmarktausschusses berichtete, prägen die Entwicklungen auf den Absatzmärkten in China, der Iberischen Halbinsel, Nordafrika und der Levante sowie die Währungsparitäten und Containerfrachtraten das Bild auf dem heimischen Buchen- und Eichenmarkt. Besonders bei der Buche spielt die Konkurrenz zu der rumänischen Sägewerke eine entscheidende Rolle, die bei günstigeren Produktionsbedingungen die gleichen Lieferadressen. Im Vergleich zur vergangenen Saison sei die Ausgangslage für die Buchensäger deutlich schwieriger geworden, stellte der DWFR fest.

Intensive Absprache notwendig
Die Eichenvermarktung findet laut DFWR sowohl im Rund- als auch im Schnittholzsegment überwiegend in abgegrenzten Märkten statt. Diese könnten sich jedoch nicht von der allgemeinen Entwicklung abkoppeln. Mit Sicherheit dürften auf den Meistgebotsterminen die guten und sehr guten Qualitäten gefragt sein. Die Mengen sollten dabei vom schlechten Ende kommend leicht zurückgenommen werden, so der Forstwirtschaftsrat. C- und D-Ware gerate vermutlich unter Preis- und Mengendruck und sei daher nur im Freihandverkauf in intensiver vorheriger Absprache mit dem Abnehmer bereitzustellen. Die übrigen Laubholzarten sollten nur mit großer Zurückhaltung angeboten werden, empfahl der DWFR. Dies gelte leider auch für die vom Triebsterben heimgesuchte Esche. Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland der amtlichen Statistik zufolge insgesamt 2,2 Mio. cbm Eiche sowie 12,2 Mio. cbm Buche und sonstiges Laubholz ohne Rinde geschlagen.

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Aktualisiert am: 13.09.2012 11:10
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