Holzmarkt positiv

Die Möglichkeiten im Schnittholzexport sind anhaltend gut, ebenso die Rahmenbedingungen für den Schnittholverbrauch in Österreich. Die Investitionen im Baubereich nehmen weiter zu, im Wohnungsneubau und im Renovierungssektor kündigt sich eine Aufwärtstendenz an.
Die österreichischen Sägewerke sind wegen des außergewöhnlichen Winters mit Nadelsägerundholz deutlich unterversorgt. Der Einschnitt läuft gegenüber Normaljahren auf deutlich reduziertem Niveau, wodurch auch Schnittholzlager deutlich abgebaut wurden. Die Nachfrage nach Nadelsägerundholz ist anhaltend rege. Für das erste Quartal wurden weitere Preisverbesserungen erzielt, die Preise für stärkere Sortimente tendieren weiter nach oben.

Die sehr gute Nachfrage sollte dort wo es die Schneelage zulässt möglichst rasch zur Produktion von Nadelsägerundholz genutzt werden.

Wertholz gefragt

Auf den drei Wertholzsubmissionen der Waldverbände wurden insgesamt rund 3.000 Festmeter verkauft. Aufgrund besserer Rundholzqualitäten wurde gegenüber dem Vorjahr mit € 357,-/fm ein um 15 Prozent höherer Durchschnittserlös erzielt. Den höchsten Erlös erzielte wieder ein Riegelahorn mit € 7.389,-/fm.

Industrieholzmarkt zieht an

Der Nadel-Industrieholzmarkt ist wegen des verminderten Anfalles an Sägenebenprodukten von einer starken Nachfrage geprägt. Die Betriebe sind sowohl bei Schleifholz als auch Faserholz voll aufnahmefähig. Die Preise wurden im ersten Quartal geringfügig um bis zu einem Euro pro Festmeter angehoben. Der Markt für Buchenfaserholz und alle Plattenholzsortimente ist auf gestiegenem Niveau dynamisch.

Da Anfang des zweiten Quartals mit verstärkter Anlieferung von Industrieholz zu rechnen ist, sollten alle Möglichkeiten der Zufuhr rasch genutzt werden. Für alle Faserholzsortimente bestehen derzeit uneingeschränkte Liefermöglichkeiten.

Brennholz dynamisch

Durch den wieder strengen Winter und dem damit verbundenen Mehrverbrauch werden alle Energieholzsortimente weiterhin rege nachgefragt. Die Preise für Energieholz tendieren steigend. Trockenes, konventionelles Brennholz ist weitgehend ausverkauft, die vermehrte Erzeugung wird dringend empfohlen. Preisverbesserungen von rund 5 Prozent, die sich im Rahmen der Erhöhung der Produktionskosten bewegen, wurden umgesetzt.


Aktualisiert am: 23.03.2006 11:19
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