Holzmarkt in NÖ: Die Trends im Herbst 2008

„Nach stürmischen Zeiten ist am Holzmarkt endlich Ruhe eingekehrt, es liegt aber noch ein steiniger Weg vor uns“, beschreibt LK NÖ Vizepräsidentin Theresia Meier die Lage für die Waldbesitzer. Die Situation der holzverarbeitenden Industrie ist nach wie vor angespannt. Ein rückläufiger Inlandsverbrauch, geringere Exportmöglichkeiten und knappe Preisspannen stehen vollen Schnittholzlagern gegenüber.
Die Lage am Holzmarkt hat sich beruhigt, die Situation aber dennoch angespannt.
Die Lage am Holzmarkt hat sich beruhigt, die Situation aber dennoch angespannt.
„Eine echte Entspannung am Rundholzmarkt ist frühestens mit dem 1. Quartal 2009 zu erwarten. Der Frischholzeinschlag wird daher auf geringem Niveau liegen. Die Waldbesitzer werden verstärkt auf Sondersortimente ausweichen und Pflegemaßnahmen durchführen. Lediglich der Brennholzmarkt ist auf Grund des stark gestiegenen Ölpreises und dem nun nachziehenden Gaspreis belebt“, analysiert Theresia Meier und gibt einen Ausblick auf das nächste Jahr.

Rasante Neuordnung bei den Verarbeitern
Mit großem Interesse verfolgt der Waldverband die weiteren Übernahmen und Zusammenschlüsse auf Seiten der Sägeindustrie. „Die logische Konsequenz daraus ist, dass wir unsererseits das Angebot weiter bündeln, damit wir am Markt als Partner auftreten können. Bei Biomasse und z.T. beim Industrieholz ist uns dabei schon einiges gelungen“, stellt Josef Binder, Obmann des Niederösterreichischen Waldverbandes fest.

Gefahr durch Borkenkäfer
Sorge bereitet den Waldbesitzern der Borkenkäfer. „In einigen Regionen müssen wir die Käfersituation besonders im Auge behalten. Befallenes Holz ist umgehend aufzuarbeiten und aus dem Wald zu entfernen“, appelliert Binder. In den Schadgebieten sind vor allem die vom Sturm geschädigten Bestandesränder gefährdet. Aber auch außerhalb der Schadgebiete ist erhöhte Aufmerksamkeit erforderlich.

Aushängeschild Wertholz-Submission
Auch in der heurigen Schlägerungssaison veranstalten die Landwirtschaftskammer NÖ und der NÖ-Waldverband wieder eine Wertholz-Submission. Dabei werden besonders schöne Stämme zusammen geführt und Käufern präsentiert. Diese werden schriftlich beboten, das Höchstgebot bekommt den Zuschlag. „In den letzten Jahren waren Bergahornstämme die Spitzenreiter mit bis zu € 5.000,-- pro Festmeter. Wichtig für uns sind auch gute Durchschnittspreise und vor allem die Tatsache, dass oftmals Einzelstämme angeliefert werden, die normalerweise kaum oder schlecht verkauft werden können“, so Theresia Meier.

Interessierte können sich an die Forstberater der jeweiligen Bezirksbauernkammern wenden.


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Aktualisiert am: 23.09.2008 16:26

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