Holzmarkt: Gespräch der Bodenseeländer

Nur von vorübergehender Beunruhigung der Holzmärkte durch die Windwürfe sprachen die Vertreter der Bodenseeländer bei einem Arbeitstreffen in Schärding.
Die Holzmärkte werden sich bald wieder erholen und sind durch die Stürme nur vorubergehend beeinträchtigt, meinen Experten aus den Bodenseeländern.
Die Holzmärkte werden sich bald wieder erholen und sind durch die Stürme nur vorubergehend beeinträchtigt, meinen Experten aus den Bodenseeländern.
Waldbesitzervertreter aus Bayern, Baden-Württemberg, dem Elsass, der Schweiz und Österreich trafen sich Ende März in Schärding am Inn zum traditionellen Holzmarktgespräch der Bodenseeländer. Die Experten gehen davon aus, dass durch die internationale Finanzkrise das globale Wirtschaftswachstum zwar gebremst, aber nicht unterbrochen wird. Für Europa ist eine Abschwächung auf hohem Niveau zu erwarten. Insgesamt bleibt die Wettbewerbsfähigkeit von Holz gegenüber seinen Konkurrenzprodukten wegen der hohen Rohstoffpreise erhalten.

Dollarkurs macht Sorgen

Der Rückgang des Schnittholzabsatzes nach den USA konnte im Jahr 2007 auf den Märkten in Europa, der Levante und Asien noch kompensiert werden. Die Nervosität der europäischen Schnittholzproduzenten ist aber durch den ins Stocken geratenen Absatz und der zunehmenden Dollarschwäche deutlich gestiegen. Unter diesen Aspekten sind auch die jüngsten Schadereignisse „Paula" und „Emma" zu sehen. Diese sind für Mitteleuropa mengenmäßig leicht verkraftbar, üben aber psychologische Wirkung aus. Insgesamt ist aber von diesem Ereignis wenig Einfluss auf die weitere Entwicklung des Rundholzmarktes zu erwarten. So sind auch mit Ausnahme Öster-reichs, das mit mehr als acht Millionen Festmetern Schadholz am weitaus schwersten getroffen wurde, die Rundholzpreise in allen anderen Ländern nur moderat gesunken. Dies überwiegend als Anpassung an die Situation auf den Schnittholzmärkten. Die Rundholzpreise in der Schweiz haben sich aufgrund der Kapazitätsausweitungen der Sägeindustrie dem europäischen Niveau angenähert. Eine Entspannung am Rundholzmarkt wird für das vierte Quartal 2008 gesehen.

guter Laubholzmarkt

Der Laubholzmarkt wurde rückblickend positiv beurteilt. Die abgelaufene Saison hat neuerlich eine deutliche Nachfragesteigerung bei Eiche und Esche gebracht. Mittelfristig ist diesbezüglich keine Änderung absehbar. Pallettenware bei Buche war erst zu Ende der Saison schwer absetzbar, weil sich der Sachgüter-Export in den Dollar-raum rückläufig entwickelt hat. Zudem wurde vermerkt, dass der Rundholzexport in den asiatischen Raum praktisch nicht mehr gegeben ist. Der Boom bei Ahorn und Kirsche hat etwas nachgelassen.

Nachdem beim Industrieholz leichte Preisanpassungen vollzogen wurden ist dieser Markt stabil. Aufgrund der Konkurrenz zum Energieholz werden derzeit auch keine größeren Änderungen erwartet. Beim Schleifholz wird ebenfalls wieder eine steigende Nachfrage im Herbst erwartet.


Aktualisiert am: 13.04.2008 21:21
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