Holzeinschlag: Ernte 2007 auf Rekordhöhe

Laut Holzeinschlagsmeldung (Quelle BMLF) wurden im Jahr 2007 im österreichischen Wald 21,32 Millionen Erntefestmeter ohne Rinde genutzt, womit nach dem Jahr 2006 ein weiterer Rekordwert erreicht wurde. Ein Wermutstropfen ist, dass ein großer Teil der Einschlagssteigerung auf den hohen Schadholzanstieg zurückzuführen ist.
2007 stammte die Hälfte des geernteten Holzes aus Schadereignissen
2007 stammte die Hälfte des geernteten Holzes aus Schadereignissen
Der Holzeinschlag lag um 11,4 Prozent über dem Vorjahreswert (19,1 Millionen Erntefestmeter) und um 33,1 Prozent über dem zehnjährigen Durchschnitt (16,02 Millionen Erntefestmeter).

Mehr Einschlag in allen Besitzgruppen

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr im Kleinwald 11,7 Millionen Erntefestmeter geschlägert, das sind um 1,84 Prozent mehr als im Vorjahr und 36,1 Prozent mehr als im zehnjährigen Durchschnitt. Der positive Trend im Kleinwald setzt sich somit weiter fort.Die Forstbetriebe über 200 Hektar Wald ernteten mit 6,94 Millionen Erntefestmetern um 18,7 Prozent mehr als 2006, die Österreichische Bundesforste AG mit 2,7 Millionen Erntefestmeter sogar um 48,5 Prozent mehr.

Zwei Drittel Sägerundholz

22,5 Prozent des Einschlages entfielen auf Holz zur energetischen Nutzung, der Anteil stieg gegenüber dem Jahr 2006 um knapp 2 Prozent. Der Anteil des Sägerundholzes betrug 62,7 Prozent, jener des Industrieholzes 14,8. Der Anteil des Nadelholzes am Gesamteinschlag betrug 2007 rund 87 Prozent.
Anstieg des Schadholzes:

Mit 10,51 Millionen Erntefestmetern (das sind rund 49,3 Prozent des gesamten Holzeinschlages) erreichte der Anteil einen traurigen Rekordwert. Im Vergleich zum Jahr 2006 fielen 66 Prozent mehr Schadholz an. Dies ist vor allem auf Sturmkatastrophen wie etwa Kyrill zurückzuführen. Auch der Borkenkäfer bereitet den Waldbesitzern Sorgen.


Aktualisiert am: 20.05.2008 13:36
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