Holzcluster hat Frankreich im Visier

Die Steirische Holzwirtschaft behauptet ihre europäische Spitzenstellung.
Sie diskutierten über weitere innovative Eiinsatzmöglichkeiten von Holz: (v.l.n.r.) Heinz Gach, Vorsitzender des steirischen Holzclusters, Wirtschaftslandesrat Christian Buchmann, und Architekt Jean de Gastines. Fotograf: Holzcluster/Wolf.
Sie diskutierten über weitere innovative Eiinsatzmöglichkeiten von Holz: (v.l.n.r.) Heinz Gach, Vorsitzender des steirischen Holzclusters, Wirtschaftslandesrat Christian Buchmann, und Architekt Jean de Gastines. Fotograf: Holzcluster/Wolf.
Die steirische Holzwirtschaft mit rund 50.000 Arbeitsplätzen und 5600 Betrieben ist europaweit führend- trotz Krise, die sich auch in der Holzwirtschaft bemerkbar macht. „Wir versuchen neue Märkte zu erobern, um uns gegen Rückgänge in Standardmärkten wie USA, Italien, Spanien abzusichern. Frankreich ist ein solcher Zukunftsmarkt für die steirischen Firmen“, erklärt Heinz Gach, Vorsitzender des steirischen Holzclusters. Argumente für den Markteintritt in Frankreich konnten die Clusterpartner bei der Zukunftskonferenz „Holzbau“ in Graz sammeln: Dieses Land beginnt jetzt, den Baustoff Holz für sich zu entdecken. „Optimale Bedingungen für die Mitglieder des Holzclusters“, so Gach.

Innovative Produkte im weltweiten Einsatz
„Gelerntes Know-how und kreative Entwicklungen – das steckt in den steirischen Holzbau-Firmen. Sie haben bereits vor Jahren mit neuen Produkten wie der ‚KLH-Platte‘ den Weltmarkt revolutioniert. Ein wesentlicher Innovationstreiber ist dabei der Holzcluster Steiermark, der als Drehscheibe zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Politik wesentlich dazu beiträgt, dass aus neuen Ideen innovative Produkte oder Dienstleistungen werden“, erklärte Wirtschaftslandesrat Christian Buchmann im Rahmen der Zukunftskonferenz.
So werden Produkte von steirischen Holzfirmen mittlerweile weltweit eingesetzt. Ein Beispiel dafür ist ein vom japanischen Stararchitekten Shigeru Ban errichteter Bau in Südkorea, in dem gebogene Leimbinder der Firma Pabst aus Zeltweg verwendet wurden. Die meisten dieser Holz-Betriebe sind in ländlichen Regionen angesiedelt und sorgen dort für Arbeitsplätze.
Bei der Zukunftskonferenz mit über 200 Teilnehmern wurden neben den möglichen neuen Märkten auch neue Einsatzgebiete diskutiert. So präsentierte die Firma Rhomberg ihren „Life cycle Tower“, ein Holz-Hochhaus mit 20 Geschossen. Der französische Architekt Jean de Gastines zeigte seine Holzbauten, die die modernen Holzbaustoffe ideal zur Geltung bringen, wie das heuer eröffnende Centre Pompidou in Metz.

Der Holzcluster Steiermark
Die 2001 gegründete Holzcluster Steiermark GmbH mit knapp 140 Clusterpartnern ist das Netzwerk für das Stärkefeld Forst – Holz – Papier in der Steiermark und eine effiziente Schnittstelle zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. Oberstes Anliegen ist die Forcierung einer international wettbewerbsfähigen Wirtschaftsstruktur in der Branche mit dem Ziel, die Betriebe entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu stärken und wichtige Arbeitsplätze vor allem in ländlichen Regionen zu sichern. Holz sichert in rund 5600 Betrieben steiermarkweit die Arbeitsplätze für rund 50.000 Menschen.


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Aktualisiert am: 26.03.2010 13:02
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