Holzausformung: Fehler kosten bares Geld

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1 cm mehr oder weniger, das schlägt sich bei einer ganzen LKW-Fuhre in mehreren Hundert Euro unterschiedlichem Erlös nieder. Achten Sie deshalb auf die richtige Ausformung ihres geschlägerten Holzes.
Grundsätzlich müssen bei Sägerundholz mindestens 1cm Überlänge pro Laufmeter veranschlagt werden.
Grundsätzlich müssen bei Sägerundholz mindestens 1cm Überlänge pro Laufmeter veranschlagt werden.
Grundsätzlich unterliegen die Ausformung und Übernahme von Rundholz – wenn nicht anders vereinbart - den österreichischen Holzhandelsusancen (ÖHU).

Sägerundholz: Übermaß

Das Übermaß bei der Längenausformung beträgt mindestens 6 cm, bzw. grundsätzlich 1 cm pro Laufmeter (lfm) Länge, bei Langholz 2 % der Länge.
Bei der Ausformung von Sägerundholz kommt dem Übermaß besondere Bedeutung zu. Aktuelle Untersuchungen zeigten, dass bei einer Versuchsreihe mit 22.000 fm von Harvestern ausgeformten Blochholzes nur etwa 25 % im gewünschten Übermaßbereich von 6–12 cm pro Bloch lagen. Bei motormanueller Ausformung dürfte das Ergebnis im Durchschnitt nicht viel besser ausfallen. Diese überraschend schlechten Ergebnisse zeigen: eine Kontrolle des Übermaßes entscheidet über die Erzielung eines optimalen, erntekostenfreien Erlöses.
Große Unterschiede zeigen sich hinsichtlich des Übermaßes auch bei der Übernahme in verschiedenen Sägewerken. Einige tolerieren noch 5 oder 4 cm Übermaß und ziehen erst dann 0,5 oder 1m ab, andere nicht. Die einen zahlen für das zu kurze 3 m Bloch noch Blochholzpreise, die anderen nur noch schlechte Faserholzpreise.

FMO: Festmeter – Mit Rinde geliefert — Ohne Rinde gemessen

Die tatsächliche Messung des Festmeters Holz wird im Gegensatz zum Sägerundholz beim Industrieholz nie durchgeführt, sondern meist über die atro-Tonne errechnet. Es handelt sich daher nicht um einen gemessenen sondern errechneten Wert. Problematisch dabei ist, dass der gleiche Umrechnungsfaktor für unterschiedlich dichtes Holz bei ein- und derselben Baumart angewendet wird, obwohl große Gewichtsunterschiede vorliegen können, z.B. Hoch- und Tieflagenfichte, Holz aus Erstaufforstung, klein abgewachsenes Holz von unterständigen Stämmen usw. Das tatsächliche Volumen kann im Einzelfall stark abweichen, da beispielsweise bei weitlumigen, schnell gewachsenen Fichtenholz das Volumen unterschätzt und bei engringigem Wachstum das Volumen überschätzt wird. Im Durchschnitt über ganz Österreich gerechnet passt der Umrechnungsfaktor und ist daher holzusancenkonform (vgl. Tab. 3).

Mehr darüber lesen Sie in den Ausgaben 22 und 23/2012 des „fortschrittlichen Landwirts“.

Hier können Sie die Österreichischen Handelsusancen downloaden

Sägerundholz

Brennholz und Umrechnungsfaktoren

Autor: DI Franz Puchegger


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Aktualisiert am: 26.11.2012 09:37
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