Holz statt Atome

Anläßlich der Woche der Landwirtschaft präsentiert die Landwirtschaftskammer Österreich den Themenschwerpunkt Wald, die sauberste Fabrik der Welt.
(v.l.n.r.) LK-Steiermark Vizepräsident Hans Resch, LK-Österreich und LK-Steiermark Präsident Gerhard Wlodkowski und der Obmann der Land- und Forst Betriebe Steiermark Carl von Croy machten anläßlich der kommenden Woche der Landwirtschaft in Graz Werbung für die verstärkte Holznutzung.
(v.l.n.r.) LK-Steiermark Vizepräsident Hans Resch, LK-Österreich und LK-Steiermark Präsident Gerhard Wlodkowski und der Obmann der Land- und Forst Betriebe Steiermark Carl von Croy machten anläßlich der kommenden Woche der Landwirtschaft in Graz Werbung für die verstärkte Holznutzung.
Präsident Gerhard Wlodkowsky, sein Stellvertreter Hans Resch und der Obmann der Land- und Forst Betriebe Steiermark Carl von Croy präsentierten in Graz unter dem Motto Holz statt Atome spalten das heurige Motto der Woche der Landwirtschaft:

Holz als Wärmeenergiequelle stärker nutzen

Wlodkowsky mahnte anläßlich des Tschernobyl Jahrestages und der Fukoshima Katastrophe die Gefährlichkeit der Atomenergie ein und präsentierte die nachwachsende Energie aus dem Wald, sprich das Holz, als modernstes und nachhaltigstes Energie- und Baumedium der Gegenwart. Ziel des LK-Präsidenten ist es, dass noch mehr Holz für die Energiegewinnung, sprich Raumheizung genutzt wird. Da in den letzten Jahren der Holzvorrat österreichweit trotz verstärkter Nutzung noch immer zugenommen hat, ebenso wie die Waldfläche an sich, gebe es genügend Rohstoff, um bis 2020 weitere 105000 Haushalte und 15 000 öffentliche Gebäude auf Biowärme umzustellen.

Baustoff Holz forcieren

Vizepräsident Hans Resch wies darauf hin, dass in Österreich die Bauordnungen jetzt verändert werden müßten, um ebenso wie in London oder Berlin den mehrgeschossigen Wohnbau aus Holz zu genehmigen. Es sei paradox, dass im Ausland steirische Firmen solche Gebäude errichteten, während dies hierzulande Gesetze noch verbieten. Holz sei der Baustoff der Zukunft, weil er CO2 bindet und daher klima- und recyclingfreundlich sei.Das müsse stärker ins Bewußtsein der Menschen gerückt werden, forderte er ein.

Bauern garantieren intakte Wälder

Carl von Croy berichtete, dass die steirischen Bauern und Grundbesitzer, und das gelte natürlich sinngemäß für ganz Österreich, Garanten für nachhaltige Waldwirtschaft seien, und dass gerade erst durch die Nutzung im Sinne der Wirtschaftlichkeitsfunktion des Waldes, dieser auch seine anderen Funktion wie die Erholungs-, Schutz- oder Wohlfahrtsfunktion für die Allgemeinheit erfüllen könne. In diesem Zusammenhang wandte sich Croy auch klar gegen weitere Bewirtschaftungseinschränkungen und erwähnte, dass ohnedies schon ein Viertel des heimischen Waldes in naturschutzrechtlich ausgewiesenen Schutzgebieten wie Nationalparks, Natura 2000 oder Landschaftsschutzgebieten liege.


Aktualisiert am: 26.04.2011 13:40
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