Holz: Devisenbringer für die heimische Wirtschaft

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In der Leistungsbilanz liegt die Holzbranche nach dem Fremdenverkehr mit 8,3 Mrd. Euro an zweiter Stelle. Mit einem Produktionswert von 12 Mrd. Euro gehört der Holzsektor zu den bedeutendsten Wirtschaftsbranchen in Österreich.
Die Wertschöpfungskette Holz gab auch 2015 ein kräftiges Lebenszeichen von sich. Foto: andriano.cz/shutterstock.com
Die Wertschöpfungskette Holz gab auch 2015 ein kräftiges Lebenszeichen von sich. Foto: andriano.cz/shutterstock.com
Mit einem Überschuss von 3,85 Mrd. Euro lag der Holzsektor im Jahr 2015 einmal mehr im Spitzenfeld der Aktivposten des österreichischen Außenhandels. Importen im Wert von 5,61 Mrd. Euro standen Exporte von 9,46 Mrd. Euro gegenüber. Zum Vergleich: Im Jahr 2014 betrug der Gesamtwert der Einfuhren von Waren der Holzbranche 5,57 Mrd. Euro, die Ausfuhren wiesen im gleichen Zeitraum einen Wert von 9,18 Mrd. Euro auf, woraus sich ein Handelsbilanz-Überschuss von 3,61 Mrd. Euro ergab. Von den Exporten der Holz verarbeitenden Branche entfielen im Jahr 2015 rund 4,82 Mrd. Euro auf Papierwaren (Papier, Pappe, Viskose usw.), 2,92 Mrd. Euro auf Holz und Holzwaren (inklusive Schnittware), 0,90 Mrd. Euro auf Span- und Faserplatten, 0,58 Mrd. Euro auf Möbel sowie 0,24 Mrd. Euro auf Zell- und Holzstoff.

In Summe konnte im Jahr 2015 der Exportüberschuss des Holzsektors gegenüber 2014 um 240 Mio. Euro (6,6%) gesteigert werden. Die Ausfuhren erhöhten sich wertmäßig um 280 Mio. Euro (3,1%), während die Einfuhren nur geringfügig um 40 Mio. Euro (0,7%) zulegten. Nach Berechnungen der Statistik Austria liegt das Passivum der gesamten österreichischen Handelsbilanz für 2015 bei 1,99 Mrd. Euro. In der Leistungsbilanz liegt die Holzbranche nach dem Fremdenverkehr mit 8,3 Mrd. Euro an zweiter Stelle.

Kräftiges Lebenszeichen

Die Wertschöpfungskette Holz gab auch 2015 ein kräftiges Lebenszeichen von sich. An unserer traditionell sehr außenhandelsorientierten Branche mit einem Exportanteil von 70% in der Holzindustrie bis zu mehr als 85% in der Papier- sowie Zellstoffindustrie ging aber die globale Wirtschafts- und Finanzkrise in manchen Segmenten nicht spurlos vorüber, betonte FHP-Vorsitzender Rudolf Rosenstatter.

Die seit Jahren stabilen Werte in der Außenhandelsbilanz der Wertschöpfungskette Holz tragen zur Sicherung von rund 300.000 Arbeitsplätzen in der Forstwirtschaft und Holzverarbeitung bei. Dies gilt vor allem im ländlichen Bereich und in Regionen, die mit strukturellen Problemen zu kämpfen haben, unterstrich Rosenstatter. Das Kooperationsabkommen FHP (Forst Holz Papier) repräsentiert rund 172.000 Familienunternehmen. Mit einem Produktionswert von 12 Mrd. Euro gehört der Holzsektor zu den bedeutendsten Wirtschaftsbranchen in Österreich. FHP ist als nationale Branchenplattform in Europa einzigartig.

Aktualisiert am: 04.10.2016 11:09
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