Holstein-Export nach BT-Impfung wieder auf normalem Niveau

Die flächendeckende Impfung der Rinderbestände in Deutschland gegen die Blauzungenkrankheit hat den Export von Zuchtrindern wieder beflügelt.
Bleibt das BT-Krankheitsgeschehen stabil, so ist mit keinen weiteren größeren Hemmnissen im Auslandsgeschäft zu rechnen.
Bleibt das BT-Krankheitsgeschehen stabil, so ist mit keinen weiteren größeren Hemmnissen im Auslandsgeschäft zu rechnen.
Wie der Deutsche Holstein Verband (DHV) vergangene Woche berichtete, wurden im ersten Halbjahr 2009 insgesamt mehr als 30 000 Zuchtrinder ins Ausland vermarktet, was im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einer Zunahme von rund 25 % entsprach.

Mehr Nachfrage, geringerer Preis
Durch die flächendeckende BTV8-Impfung hätten insbesondere die traditionellen Käuferländer Italien und Spanien wieder sehr stark auf deutsche Holsteingenetik zurückgegriffen, stellte der DHV fest. In diese beiden Länder seien in den ersten sechs Monaten jeweils mehr Tiere verbracht worden als im Gesamtjahr 2008. Der Durchschnittspreis je exportiertes Rind ist dem Verband zufolge aber um rund 150 Euro gegenüber dem ersten Halbjahr 2008 gesunken.

Aktuelle Aussichten
Die Aussichten für den Export in der zweiten Jahreshälfte würden wesentlich von der weiteren Entwicklung der Blauzungenkrankheit mit ihren verschiedenen Virustypen beeinflusst, führte der DHV weiter aus. Bleibe das Krankheitsgeschehen im Bundesgebiet stabil, sei mit keinen weiteren größeren Hemmnissen im Auslandsgeschäft zu rechnen. Der Export nach Russland von geimpften Rindern werde weiterhin nur unter Auflagen stattfinden können, so dass das Land kurzfristig als Absatzmarkt nur sehr bedingt zur Verfügung stehe, obwohl der Bedarf an Zuchtrindern für den Aufbau einer nachhaltigen Milchproduktion dort immer noch sehr hoch sei.


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Aktualisiert am: 06.08.2009 07:51
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