Hoher Selbstversorgungsgrad bei Milch und Fleisch

Die österreichischen Landwirte produzierten im vergangenen Jahr insgesamt 908 700 t Fleisch, 3,26 Mio t Kuh-, Schaf- und Ziegenmilch, 1,51 Milliarden Eier sowie 3 000 t Fisch für den in- und ausländischen Markt. Das geht aus den Versorgungsbilanzen der Statistik Austria hervor.
Der Selbstversorgungsgrad mit Rind- und Kalbfleisch und Milchprodukten ist in Österreich gut.
Der Selbstversorgungsgrad mit Rind- und Kalbfleisch und Milchprodukten ist in Österreich gut.
Nach Angaben der Statistiker standen den Österreichern in 2009 unter Berücksichtigung des Außenhandels mit Lebensmitteln für die Ernährung rund 836 200 t Fleisch, 765 900 t Trinkmilch, 159 800 t Käse, 43 300 t Butter, 1,94 Milliarden Eier und 62 700 t Fisch zur Verfügung. Die Produkte der österreichischen Landwirtschaft erfreuten sich auch im Ausland großer Beliebtheit. So wurden 467 400 t Fleisch, 304 000 t Trinkmilch, 149 900 t Joghurt und 95 200 t Käse inklusive Schmelzkäse exportiert. Der Grad der Selbstversorgung von Trinkmilch einschließlich Joghurt lag laut Statistik Austria bei 153 %; bei Rind- und Kalbfleisch waren es 142 %, bei Schweinefleisch 106 % und bei Käse einschließlich Schmelzkäse 105 %. Die Bedarfsdeckung aus heimischer Produktion konnte bei Eiern mit einem Selbstversorgungsgrad von 74 % nicht zur Gänze erfolgen, ebenso wenig wie bei Butter sowie Lamm- und Geflügelfleisch mit gut 72 %.

Importe überwiegend aus EU-Ländern
Hier wurden zur Sicherstellung der Inlandsversorgung die fehlenden Mengen importiert, und zwar zum überwiegenden Teil aus anderen Mitgliedstaaten der Europäischen Union. Das Agraraußenhandelsvolumen der Alpenrepublik verringerte sich 2009 im Vergleich zum Vorjahr um 1,2 Mrd Euro auf 15,3 Mrd Euro. Dies entsprach einem Anteil von 8 % am gesamten Außenhandelsvolumen des Landes in Höhe von 191,3 Mrd Euro. Der Importwert im Agrar- und Lebensmittelsektor nahm um 400 Mio Euro ab und lag bei 8,1 Mrd Euro, während der Wert der Exporte um 800 Mio Euro auf 7,2 Mrd Euro zurückging. Wichtigste Handelspartner waren hier die Mitgliedstaaten der Europäischen Union mit einem Anteil von 84 % bei den Importen und 79 % bei den Exporten.


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Aktualisiert am: 17.09.2010 11:02
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