Hohe Leistungen und gute Gesundheit bei Milchkühen

Höherleistende Kühe haben einen intensiveren Stoffumsatz und eine erheblichere Stoffwechselbeanspruchung als Tiere mit niedrigerer Milchleistung. Das bedeutet aber nicht, dass sie deshalb schneller krank werden. Bei entsprechendem Management stehen hohe Leistungen nicht im Widerspruch zu guter Gesundheit.
Hochleistende Tiere stellen hohe Anforderungen an das gesamte Management.
Hochleistende Tiere stellen hohe Anforderungen an das gesamte Management.
Unsere Milchkühe werden immer leistungsfähiger. Folgt man der Leistungsentwicklung der letzten Jahre, so dürfte dieses Wachstum wohl auch weiterhin anhalten. Sicher sind hohe Leistungen alleine kein Garant für ein gutes betriebswirtschaftliches Ergebnis, aber mit ihnen kann zumindest ein wichtiger Grundstock für eine gewinnbringende Produktion gelegt werden. Auf der anderen Seite beeinflussen aber auch die vielen Zwangsmerzungen und damit die hohen Reproduktionsraten wirtschaftliche Ergebnis nachteilig. Das häufig zu kurze „Durchhaltevermögen“ unserer Milchkühe wird oft im Zusammenhang mit den hohen Milchleistungen diskutiert. Nicht selten werden Letztere sogar unmittelbar für die schlechter werdende Tiergesundheit verantwortlich gemacht.

Probleme nach der Kalbung
Unbestritten ist, dass Leistungssteigerungen mit einer größer werdenden potenziellen Gefahr für Erkrankungen einhergehen können. Viele Erkrankungen bzw. Probleme treten verstärkt in der Zeit nach der Kalbung auf und sie mehren sich mit zunehmender genetischer Leistungsfähigkeit der Tiere. Dies scheint insbesondere untrennbar mit der Futteraufnahme der Kühe zusammenzuhängen. Hochleistende Milchkühe werden anfälliger bzw. reagieren gravierender auf Fehler im Management. Bei gutem Management kann man sogar erkennen, dass sich höherleistende Kühe aus diesem anfänglich tiefen „Energieloch“ schnell und mitunter sogar schneller erholen können und folglich früher eine positive Energiebilanz aufweisen als ihre Stallgefährtinnen mit geringerer Leistung.

Den gesamten Beitrag finden Sie in der Ausgabe 3/2013 unserer Fachzeitschrift „Der fortschrittliche Landwirt“.

Autorin: Dr. Katrin MAHLKOW-NERGE, LK Schleswig-Holstein (D)

Aktualisiert am: 20.01.2013 20:43
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