Hohe Futterkosten: EU-Schweinehalter fordern Hilfe

Hohe Futtermittelkosten drücken derzeit auf die Gewinnmargen der europäischen Schweineproduzenten, und ein Ende der schwierigen Marktlage ist nicht absehbar.
Es braucht einen umfassenden Aktionsplan, um den europäischen Schweinefleischsektor aus der Krise zu führen. Das fordern europäische Branchenvertreter, darunter die EU-Ausschüsse der Bauernverbände (COPA) und ländlichen Genossenschaften (COGECA) sowie der EU-Dachverband der Mischfutterhersteller (FEFAC). Zu den Forderungen gehören Absicherungen gegen Preisschwankungen und ein Ausbau des Sicherheitsnetzes in der EU-Marktordnung. Die Erzeuger müssten Verbraucher in der EU und weltweit mit nachhaltig und wettbewerbsfähig erzeugtem Schweinefleisch beliefern können. Im Einzelnen verlangen die Gruppen eine Stärkung wirksamer Marktinstrumente zur Verringerung der Preisvolatilität für Fleisch und Fleischprodukte..

Ziel: Günstigere Futtermittel, unterstützter Anbau von Proteinpflanzen

Die EU müsse einen Eiweißversorgungsplan entwerfen, um die Verfügbarkeit von Futtermitt
eln zu günstigen Preisen sicherzustellen. Die europäischen Branchenverbände der Landwirte, der Mischfutterhersteller und des Fleischhandels haben sich dabei auf gemeinsame Ziele verständigt. Der Sektor möchte die Futtermittel billiger machen, indem der Anbau von Proteinpflanzen in der EU unterstützt und endlich eine Lösung für GVO-Spuren in Importfuttermitteln gefunden wird. Ferner solle das Verbot der Verfütterung von verarbeitetem tierischem Protein (PAP) gelockert werden. Darüber hinaus soll der Gesetzgeber die Wettbewerbsfähigkeit des Sektors nicht durch restriktive Maßnahmen behindern. Weiterhin sprechen sich die Verbände für Vermarktungskampagnen für europäisches Schweinefleisch in Asien aus. Fleischimporte aus Drittländern sollen dagegen beschränkt werden.

Schweinefleisch auf EU-Binnenmarkt schützen

Gegenüber Wettbewerbern aus Drittländern müssten die gleichen Spielregeln gewahrt bleiben. Die Verbände möchten, dass Schweinefleisch in den WTO-Verhandlungen als "sensibles Produkt" eingestuft und damit der EU-Binnenmarkt stärker vor Einfuhren geschützt wird (Quelle: agrarheute.com)


Aktualisiert am: 09.12.2010 20:50
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