Hohe Energiedichte bringt hohe Lebensleistungen

Viele Milchviehhalter haben ein ökonomisches Ziel: alte Kühe mit einer hohen Milchleistung im Stall zu haben. Ein entscheidender Faktor dabei ist die Versorgung der erstlaktierenden Kühe mit genug Energie. Die Gruppenhaltung kann durchaus wesentliche Vorteile bringen.
Damit hochleistende Jungkühe alt werden, muss genügend Energie in der Ration sein.
Damit hochleistende Jungkühe alt werden, muss genügend Energie in der Ration sein.
Gesunde, fruchtbare und leistungshomogene junge Kühe sind das Kapital der Zukunft. Von daher muss schon in der Aufzucht ein entsprechendes Augenmerk auf die Fütterung gelegt werden. Nicht zuletzt beeinflussen die Kosten der Kalbinnenaufzucht das ökonomische Betriebsergebnis nachhaltig, schlagen doch die Produktionskosten der Aufzucht inklusive Kalb und Lohnansatz (= Vollkosten) im Durchschnitt mit knapp 2.000 Euro zu Buche.

Geringere TM-Aufnahme
Hohe Einsatzleistungen bei den Jungkühen in Verbindung mit noch nicht abgeschlossenem Wachstum erfordern gerade für diese Tiere spezielle Fütterungskonzepte. In Untersuchungen von Hutjens (2002) unterschieden sich die Kühe der 1. Laktation von Zweitlaktierenden deutlich in der Futteraufnahme. Zu Beginn der ersten Laktationswoche betrug die Differenz knapp 2,5 kg Trockenmasse (TM), in der 5. Laktationswoche waren es sogar 5,0 kg. Im Durchschnitt nahmen die Erstlaktierenden etwa 8-10% weniger Futter-TM auf. Zudem müssen sie, um ihre Futteraufnahme sicherzustellen, häufiger den Futtertisch besuchen.


Autor: DI Thomas Bonsels, Landwirtschaftsbetrieb Eichhof, Kassel (D)

Mehr darüber erfahren Sie in der Ausgabe 1 von „Der fortschrittliche Landwirt“


Weiters in dieser Ausgabe:

  • Reportage Familie Kappel: Als Familienbetrieb mit 100 Kühen in die Zukunft
  • Eisenversorgung bei Kälbern
  • Rund ums Rind



Aktualisiert am: 17.12.2012 08:29
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