Hören wir unseren Kindern wirklich zu?

Unseren Kindern zuhören, wann und wie sie es brauchen, nicht nur ihre Fragen beantworten, ist eine Daueraufgabe vieler Eltern. Wollen Sie dieses Fundament der Erziehung wiederentdecken?
Nutzen Sie die Gelegenheit beim Spielen und hören Sie den Geschichten der Kinder gut zu.
Nutzen Sie die Gelegenheit beim Spielen und hören Sie den Geschichten der Kinder gut zu.
Das Gespräch auf später zu verlegen ist ein verbreiteter Fehler: Man muss dann sprechen, wenn es die Kinder brauchen. Kinder, die glauben, dass man ihnen nicht zuhört, glauben auch, dass man sie nicht gern hat, und früher oder später werden sie diese fehlende Zuwendung außerhalb des eigenen Heims suchen. Auch wird sich über kurz oder lang Groll entwickeln, der sich in einem provozierenden Verhalten äußern kann.
Auch schadet unsere Arbeitsüberlastung, unser Stress oder unsere Übermüdung dem Gespräch in der Familie. Es ist daher sehr wichtig mit jedem Kind alleine und mit allen Kindern gemeinsam zu sprechen. Es gibt viele Arten der Kommunikation, und es ist wichtig, für jede Art des Gesprächs den geeigneten Moment zu finden. Dafür ist es auch wichtig, zumindest eine Mahlzeit am Tag gemeinsam einzunehmen und diese Zeit für Gespräche zu nutzen.

Der günstige Moment
• Beim Heimkommen aus der Schule, im Auto, bei der Jause, beim Hausaufgabenerledigen … Wenn sie erschöpft wirken und nur mehr einsilbige Antworten geben, verschließen sie uns ihr Leben. Auch wenn wir nicht zu Hause sind, sollten wir sie zumindest anrufen, und unser Nach-Hause-Kommen ankündigen.
• Nach dem Abendessen: Es gab Streit mit Freunden, man wurde in der Klasse ausgelacht … das Kind weiß nicht, wie es den Konflikt lösen soll. Dann müssen wir unsere Lieblingsserie im Fernsehen vergessen. Dann braucht unser Kind Hilfe, und zwar unverzüglich.

Zur Erinnerung …
• Eine gute Atmosphäre ist Voraussetzung für eine gute Kommunikation.
• Wir sind das Vorbild für unsere Kinder, sie übernehmen unsere Haltungen. Wenn wir uns ihnen gegenüber öffnen, werden auch sie sich uns öffnen.
• Vor allem beobachten unsere Kinder unser Zusammenleben als Ehepaar.

Autorin: Ana Sotillos, FAMILIE UND ERZIEHUNG


Aktualisiert am: 10.12.2007 16:40
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