Höheres Getreideangebot in der EU?

Sowohl die EU-Kommission als auch die landwirtschaftliche Interessensvertretung in der EU gehen von einem Produktionsanstieg bei Getreide und speziell bei Weichweizen aus. Die Kommission schürt die Hoffnung der Tierhaltung, dass dadurch die Futterkosten gedrückt werden.
Laut EU-Kommission könnte die gesteigerte Herbstaussaat von Getreide und Ölfrüchten zu einer Entspannung der engen Märkte in der EU beitragen.
Laut EU-Kommission könnte die gesteigerte Herbstaussaat von Getreide und Ölfrüchten zu einer Entspannung der engen Märkte in der EU beitragen.
Copa-Cogeca, der Zusammenschluss der beiden großen landwirtschaftlichen Dachorganisationen in der EU, veröffentlichte Mitte März eine neue Getreideeinschätzungen für die EU-27 in den Wirtschaftsjahren 2012/2013 und 2013/2014. Laut dieser Prognose soll es bei Weichweizen zu einem Produktionsanstieg um 3,7 % im Vergleich zum Vorjahr kommen. Demnach soll die Weichweizenproduktion der EU-27 von 122,4 Mio. Tonnen im Jahr 2012/2013 auf 127 Mio. Tonnen im Jahr 2013/14 steigen. Für die gesamte Getreideproduktion in der EU-27 wird ein Anstieg um 1,9 % von 273 Mio. Tonnen im Jahr 2012/2013 auf 278,5 Mio. Tonnen im Jahr 2013/2014 vorhergesagt.

Kommission erwartet Marktentspannung
Die EU-Kommission hat ebenfalls einen Kurzfrist-Marktausblick für Ackerkulturen, Fleisch und Milchprodukte in der Union veröffentlicht. Demnach könnte die gesteigerte Herbstaussaat von Getreide und Ölfrüchten zu einer Entspannung der engen Märkte in der EU beitragen. Günstige Wetterbedingungen könnten dem Bericht zufolge für eine leichte Entlastung im Wirtschaftsjahr 2013/14 sorgen. Futtermittelkosten werden weiterhin ein bedeutender Faktor für die Entwicklung der EU-Fleischmärkte bleiben, heißt es in der Prognose. Eine gute Ernte könnte die hohen Futterkosten aber drücken.

Aktualisiert am: 19.03.2013 10:30
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