Hodensaft zeigt Gesundheitsstatus

Seit einigen Monaten bietet der Tiergesundheitsdienst Bayern die Untersuchung des Hodensafts von kastrierten Ferkeln zur Feststellung des Gesundheitsstatus’ der Sauenherde an.
Die Untersuchung des Hodensafts kann Aussagen über den Gesundheitsstatus der Sauenherde geben.
Die Untersuchung des Hodensafts kann Aussagen über den Gesundheitsstatus der Sauenherde geben.
Der Test beruht darauf, dass sich Antikörper im Organismus der Sau besonders in der Biestmilch anreichern. Die Ferkel erwerben somit mit dem Kolostrum den Antikörperstatus der Muttersau und zeigen diesen auch an. Bei PRRS,Influenza, Circovirus, Mykoplasmen,Salmonellen und Parvo erreiche die Hodensaftuntersuchung laut Vergleichstests des TGD eine 70 bis 90%ige Übereinstimmung zum Antikörperstatus im Blutserum. Damit können Aussagen über den Antikörperstatus des Zuchtsauenbestands getroffen werden. Vorteilhaft sind zudem der gegenüber dem „Bluten“ geringe Aufwand sowie die relativ günstigen Untersuchungskosten.Viele Experten über aber Kritik. Die Hodensaftuntersuchung könne beispielsweise bei Influenza keine Virusstämme identifizieren, wodurch bei einer positiven Beprobung erst wieder Blutproben gezogen werden müssen. Außerdem sei fraglich, welche Aussagekraft positive Antikörper haben, wenn gegen diese Erkrankungen Sauenimpfungen durchgeführt werden. Auch wenn die Kosten klar hinter jenen der Blutuntersuchung liegen, die Interpretation der Ergebnisse ist schwieriger. Die Kooperation mit dem Betreuungstierarzt ist daher besonders wichtig.


Aktualisiert am: 03.03.2010 13:47
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