Hilfe für dürregeschädigte Bauern in Österreich

Die Wetterextreme der letzten Monate fordern ihr Tribut. Viele Landwirte sind gezwungen Futter zu kaufen oder gar ihr Vieh zu verkaufen. Jetzt ist ein Hilfspaket geschnürt worden.
Die lange Trockenperiode bringt enorme Schäden in der Landwirtschaft. Foto: Verena N. /pixelio.de
Die lange Trockenperiode bringt enorme Schäden in der Landwirtschaft. Foto: Verena N. /pixelio.de
Für Österreichs Landwirte ist es ein schwieriges Jahr: Nach den extremen Regenfällen im Frühjahr, folgte eine extreme Trockenperiode. In vielen Gegenden fällt der dritte Schnitt und die Nachweide komplett aus. "Wir können im Moment nur schätzen, wie hoch die Schäden wirklich sind. Wir wissen aber mit Sicherheit, dass einige Bauern sehr schwer von der Dürre betroffen sind“, sagt LK-Präsident Franz Eßl. „Im Normalfall werden einzelne Tiere verkauft, wenn das Futter nicht reicht. Heuer allerdings käme es für die Bauern zu sehr vielen Notverkäufen.

Maßnahmenpaket für geschädigte Landwirte
Für Landwirtschaftsminister Berlakovich ist klar: „Wir werden den betroffenen Bauern so rasch und effektiv wie möglich helfen. Wir haben ein Hilfspaket für dürreschädigte Bauern mit vier Maßnahmen geschnürt: Ankaufaktion für Futtermittel, Aussetzen von Raten bei Agrarinvestitionskrediten, zusätzliche Flächen für Futtermittelproduktion, zusätzliche Betriebsmittelkredite.“

Die Maßnahmen im Detail:

  • Ankaufaktion für Futtermittel. Für die betroffenen und geschädigten Bauern soll es einen Zuschuss (Beihilfe) aus Bundes- und Landesmitteln für den Zukauf von Heu, Silage, Stroh, Pellets oder Trocken- und Pressschnitte geben. Das soll aus dem Katastrophenfonds gedeckt werden.
  • Die zweite Maßnahme ist das Aussetzen von Raten bei Agrarinvestitionskrediten.
  • Blühflächen und Wiesen mit Nutzungseinschränkungen werden für die zusätzliche Futtermittelproduktion freigeben.


Für viele Ackerkulturen wie Getreide, Mais, Kartoffeln oder Soja gibt es Dürreversicherungen. Die Hälfte der Prämien wird von Bund und Ländern gefördert. Die Bauern werden Entschädigungen von der Hagelversicherung erhalten, wenn sie einen Versicherungsschutz abgeschlossen haben. Wenn es dennoch zu finanziellen Engpässen durch die Ertragsausfälle kommt, wird als letzte Maßnahme des Hilfspaketes zusätzlich einen Betriebsmittelkredit gewähren.
Einen Teil davon finanziert das Lebensministerium, den Rest sollen die Länder übernehmen. Diese Maßnahme soll für alle Betriebe gelten.


Aktualisiert am: 01.08.2013 14:59
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