Heumeisterschaft: Österreichs bestes Heu prämiert

Das „Heuprojekt“, eine Initiative von ARGE Heumilch, LFZ Raumberg-Gumpenstein und den Landwirtschaftskammern, forciert höchste Heuqualität. Bei der Heugala am vergangenen Wochenende im Salzburger Flachgau wurden die Preise für die Sieger der Heumeisterschaft vergeben.
Heinrich Blum aus Hörbranz (5.v.li.) wurde für das beste „Energieheu“ ausgezeichnet. Salzburgs Agrar-LR Sepp Eisl (3.v.li.) Tirols LK-Präsident Josef Hechenberger (2.v.li.) sowie Karl Neuhofer, Obmann der ARGE Heumilch (re.) gratulierten. (Foto: ARGE Heumilch)
Heinrich Blum aus Hörbranz (5.v.li.) wurde für das beste „Energieheu“ ausgezeichnet. Salzburgs Agrar-LR Sepp Eisl (3.v.li.) Tirols LK-Präsident Josef Hechenberger (2.v.li.) sowie Karl Neuhofer, Obmann der ARGE Heumilch (re.) gratulierten. (Foto: ARGE Heumilch)
Die Heugala am vergangenen Wochenende in Köstendorf im Salzburger Flachgau bildete mit der Verleihung der Preise für Österreichs bestes Heu den Abschluss des „Heuprojekts 2010“. „Die Qualität des Heus ist der ausschlaggebende Faktor für die Qualität unserer Heumilch und damit auch für die Qualität der Heumilch-Produkte. Daher haben wir gemeinsam mit dem Lehr- und Forschungszentrum Raumberg-Gumpenstein sowie den Landwirtschaftskammern der Bundesländer das sogenannte Heuprojekt gestartet, bei dem die Heumilch-Bauern die Qualität ihres Futters beurteilen lassen können“, erklärt Karl Neuhofer, Obmann der ARGE Heumilch Österreich.

Bestes Futter = Ergebnis gewissenhafter Arbeit
Anhand der Untersuchungsergebnisse könne dann eventuell vorhandenes Optimierungspotenzial herausgefunden werden. „Bestes Futter entsteht nicht zufällig, sondern ist das Ergebnis gewissenhafter Arbeit“, weiß Neuhofer, der selbst einen Bio-Heumilchbetrieb in Strasswalchen führt. Darüber hinaus sei das Heuprojekt ein wichtiger Baustein, um der Heuwirtschaft ein wissenschaftliches Fundament zu verleihen. „Gemeinsam mit Reinhard Resch vom LFZ wollen wir die Zusammenarbeit mit der Wissenschaft weiter ausbauen“, so Neuhofer, der von den positiven Impulsen dieser Kooperation für die Heumilchbauern überzeugt ist.

814 Proben eingereicht
Insgesamt wurden im Vorjahr 814 Heu- und Grummetproben zur Beurteilung eingereicht. Eine Expertenjury filterte die besten heraus, die im Rahmen der Heugala in Köstendorf in sechs verschiedenen Kategorien ausgezeichnet wurden. Ausschlaggebend für eine gute Bewertung war neben Trockenmasse- Nährstoff-, Energie- und Mineralstoffgehalt auch eine sensorische Prüfung, bei der u.a. Geruch und Farbe beurteilt wurden.

Ursprünglich
Bei der Heumilchwirtschaft handelt es sich um die ursprünglichste Form der Milcherzeugung. Die österreichischen Heumilchkühe ernähren sich gemäß dem natürlichen Jahreslauf. Im Sommer bilden bis zu 50 verschiedene Arten von Gräsern und Kräutern auf den heimischen Weiden, Wiesen und Almen die Nahrungsquelle. Im Winter werden die Kühe mit Heu und mineralstoffreichem Getreideschrot versorgt. Gärfutter wie Silage ist strengstens verboten.

Über die ARGE Heumilch Österreich
Die Arbeitsgemeinschaft vereinigt rund 8.000 Heumilchlieferanten sowie mehr als 60 Molkereien und Käsereien in Österreich. Hauptproduktionsgebiete der Heumilch sind Vorarlberg, Tirol, Salzburg, Oberösterreich sowie die Steiermark. In Österreich liegt der Heumilchanteil an der Gesamtproduktion bei 15 Prozent, in Europa bei lediglich drei Prozent. Sämtliche Produkte der ARGE Heumilch Österreich werden kontrolliert gentechnikfrei hergestellt.
Die ARGE Heumilch Österreich im Internet: www.heumilch.at

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Aktualisiert am: 25.01.2011 16:54
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