HeuART Fest war voller Erfolg

Rund 7.000 Besucher strömten ins Lammertal und überzeugten sich vor Ort von der hohen Qualität der heimischen Heumilch-Produkte.
Genossen das HeuART Fest: ARGE-Obmann Karl Neuhofer, Festorganisator Reinhard Lanner, Heukönigin Katharina Schwaighofer, Landtagspräsident Simon Illmer und Tourismusobmann Manfred Weiß (v.li.).
Genossen das HeuART Fest: ARGE-Obmann Karl Neuhofer, Festorganisator Reinhard Lanner, Heukönigin Katharina Schwaighofer, Landtagspräsident Simon Illmer und Tourismusobmann Manfred Weiß (v.li.).
Das HeuART Fest in St. Martin im Lammertal hat sich zu einem Fixpunkt im Salzburger Bauernherbst entwickelt. Rund 7.000 Besucher aus ganz Europa strömten in diesem Jahr zur traditionsreichen Veranstaltung, bei der Heu in verschiedensten Varianten im Mittelpunkt steht: von kreativen Heufiguren bis zu Heumilch-Delikatessen. Bei der Heumilchwirtschaft handelt es sich um die ursprünglichste Form der Milchwirtschaft. Die Kühe ernähren sich im Sommer von Kräutern und Gräsern auf den heimischen Almen, im Winter kommt Heu oder Getreideschrot in den Trog. Futter aus Silage ist strengstens verboten. „Da es sich bei Heumilch um die reinste Milch handelt, ist sie der ideale Rohstoff für Premium-Käse. Aufgrund ihrer Reinheit kann nämlich gänzlich auf Zusatzstoffe oder mechanische Behandlung bei der Käseherstellung verzichtet werden“, erklärt Karl Neuhofer von der ARGE Heumilch. Bestimmte Spezialitäten wie österreichischer Bergkäse oder Emmentaler dürfen sogar nur aus Heumilch hergestellt werden. Die Arbeitsgemeinschaft vereinigt rund 8.000 Heumilchlieferanten sowie mehr als 60 Molkereien und Käsereien. Hauptproduktionsgebiete der Heumilch sind Vorarlberg, Tirol, Salzburg, Oberösterreich sowie die Steiermark. In Österreich liegt der Heumilchanteil an der Gesamtproduktion bei 15 %, in Europa bei lediglich 3 %.

Vorteile der Heumilchwirtschaft
„Veranstaltungen wie das HeuART Fest leisten einen wichtigen Beitrag, die Bevölkerung von den Vorteilen der Heumilchwirtschaft zu überzeugen“, meint der Obmann und ergänzt: „Nur die Heumilchwirtschaft kann die nachhaltige Pflege und Erhaltung der heimischen Grünlandbetriebe, der Bergbauernbetriebe und der Almen garantieren, von der zahlreiche Wirtschaftsbereiche wie der Tourismus profitieren.“


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Aktualisiert am: 30.08.2010 19:18
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