Herkunftsbezeichnung soll in der EU verpflichtend werden

Der österreichische Landwirtschaftsminister Berlakovich betont die Wichtigkeit einer klaren Herkunftsbezeichnung. Die europäischen Gesundheitsminister sind hier gefordert, Verbesserungen zu erzielen.
Nationale Impulse wie das sus- Herkunftsbezeichnungssystem bei Schweinefleisch haben Vorbildwirkung.
Nationale Impulse wie das sus- Herkunftsbezeichnungssystem bei Schweinefleisch haben Vorbildwirkung.
Die europäische Verbraucherinformationsverordnung ist ein Schritt nach vorne, allerdings sind die österreichischen Positionen noch nicht ausreichend verankert worden. Österreich tritt klar für eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung bei unverarbeiteten Produkten und landwirtschaftsnahen Verarbeitungserzeugnissen wie Milch in Käse und Fleisch in Schinken ein. Minister Berlakovich tritt für eine klare Regelung ein, die auf EU- Ebene seit 2008 diskutiert wird. Die Österreicherinnen und Österreicher wollen wissen, was auf ihren Tellern landet und wo die Produkte herkommen.
Die vorliegende Regelung sei sehr vage und man habe das Gefühl, als würde einiges auf die 'lange Bank' geschoben", betont der Landwirtschaftsminister. So soll die EU-Kommission innerhalb von drei Jahren einen Bericht über eine mögliche Ursprungs- und Herkunftskennzeichnung zu allen anderen Arten von Fleisch (außer Rindfleisch, wo es bereits eine verpflichtende Kennzeichnung gibt), Milch - auch als Zutat von Molkereiprodukten, unverarbeiteten Lebensmitteln, Erzeugnissen aus einer Zutat und Zutaten, die mehr als 50% eines Lebensmittels ausmachen, erstellen. Innerhalb von zwei Jahren soll die EU- Kommission außerdem einen Bericht über die Möglichkeit der verpflichtenden Herkunfts- /Ursprungs-Kennzeichnung von Fleisch, verwendet als Zutat, erstellen.
"Daher ist es wichtig, in der Zwischenzeit nationale Impulse zu setzen, wie etwa mit dem sus- Herkunftskennzeichnungsystem im Schweinefleischbereich oder dem AMA Gütesiegel. Wo
Österreich draufsteht, muss Österreich drinnen sein", unterstreicht der Landwirtschaftsminister. "Außerdem ist es wichtig, Täuschungsprodukten wie Schummelschinken und Analogkäse entschieden den Kampf anzusagen.


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Aktualisiert am: 06.07.2011 10:22
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