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Herbizideinsatz bei Soja

Kategorien zum Thema: Ackerbau Soja Pflanzenschutz
Die Sojabohne reagiert wegen der langsame Jugendentwicklung sensibel auf die Konkurrenz durch Unkräuter. Daher ist eine zeitgerechte und wohl überlegte Unkrautbekämpfung für den Erfolg der Bohne unerlässlich.
Für einen Behandlung im Nachauflauf sind in der Sojabohne nur zwei Produkte zugelassen. Foto: Agrarfoto
Für einen Behandlung im Nachauflauf sind in der Sojabohne nur zwei Produkte zugelassen. Foto: Agrarfoto
Zur chemischen Bekämpfung von Unkräutern in Sojabohne sind nur wenige Produkte zugelassen. Sie müssen daher gezielt und zum optimalen Termin bekämpfen. Sie haben die Wahl zwischen einer Behandlung im Vorauflauf oder/und im Nachauflauf.

Vorauflaufbehandlung
Vorauflaufprodukte sollten Sie unmittelbar nach der Saat auf feuchten feinkrümeligen Böden anwenden. Dabei sollten Sie darauf achten, dass kein Spritznebel zum Keimling gelangt! Das Produkt Artist (1,5-2 kg/ha) hat eine breite Wirkung – auch gegen den Schwarzer Nachtschatten. Schwächen bestehen jedoch bei Weißem Gänsefuß und Knöterich-Arten. Nach stärkeren Niederschlägen und bei Überlappungen können aber Verträglichkeitsprobleme auftreten. Außerdem sollten Sie das Produkt nicht in den Sorten Daccor, ES Senator und ES Mentor verwenden.
Eine weitere Möglichkeit besteht mit Spectrum Plus (2,5 l/ha). Auch hier können nach Niederschlägen Unverträglichkeiten auftreten. Im Vergleich mit Artist wirkt es besser gegen Gänsefußarten. Schwächen zeigt es aber bei hohem Druck an Klettenlabkraut, Kamille und Ausfallraps.
Eine ähnliche Wirkung hat eine Mischung von Stomp Aqua (1,5 l/ha) mit Successor 600 (1,5-2l). Es wirkt allerdings besser gegen die Kamille.
Im Vorauflauf können Sie auch das Produkt Dual Gold (1,25 l/ha) verwenden. Es wirkt sehr gut gegen Unkrauthirsen und hat in Kombination mit Stomp Aqua (1,5 l/ha) eine breite Wirkung gegen Unkräuter. Schwächen bestehen hier aber beim Franzosenkraut. Aufgrund der leichten Auswaschbarkeit ins Grundwasser ist Dual Gold bei der Teilnahme an der ÖPUL-Maßnahme „Vorbeugender Grundwasserschutz auf Ackerflächen“ auf Flächen im Projektgebiet Oberösterreich nicht erlaubt. Ebenso ist es in der Sonderzone Enns verboten.

Nachauflaufverfahren und Korrekturen
Für die Behandlung von breitblättrigen Unkräutern im Nachauflauf und für etwaige Korrekturmaßnahmen stehen Ihnen nur die beiden Präparate Harmony SX und Pulsar 40 zur Verfügung. Am besten setzen Sie die beiden zwei Mal gesplittet ein (2 x 0,5 l/ha Pulsar 40 + 7,5 g Harmony SX/ha + 0,1 % Zellex CS).

Sie sollten Ihre Sojabestände laufend kontrollieren und nicht zu lange zuwarten. Die erste Behandlung sollten Sie setzen, wenn das Unkraut noch klein ist – maximal im Zwei- bis Vier-Blattstadium. Die zweite Applikation erfolgt – wenn nötig – nach denselben Kriterien bei erneutem Unkrautauflaufen. Oft reicht bei der zweiten Behandlung die Wirkung von Harmony SX aus. In diesem Fall sollten Sie auf Pulsar 40 verzichten.
Vor allem Klettenlabkraut darf nicht zu groß werden (maximal 5-Quirl), da keine Korrekturmöglichkeit mehr besteht. Pulsar 40 besitzt auch eine Teilwirkung gegen Unkrauthirsen die oft schon ausreicht. Wenn Ungräser trotzdem zum Problem werden, sollten Sie eine Überfahrt mit einem Gräsermittel einplanen. Doch Achtung: Gräsermittel nicht mit Harmony SX oder Pulsar 40 mischen.

Aktualisiert am: 05.04.2017 11:03
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