Heimisches Holz ist gefragt

Die stabile Marktlage und das Preisniveau führen zu Optimismus meint Ing. Franz Reisecker, Präsident der LK OÖ.
Der oberösterreichische Holzmarkt erweist sich nach einigen turbulenten Jahren seit längerem als stabil. Durch die starke Nachfrage seitens der Holzindustrie können die Waldbesitzer nachhaltig planen und konstant Holz zur Verarbeitung bereitstellen. Die Sägeindustrie bekundet für die kommenden Monate volle Aufnahmefähigkeit bei Preisen für das Leitsortiment von gut 99 bis 103 Euro je Festmeter. Im Sog der Fichte bleibt auch die Nutzung von Tanne und Kiefer attraktiv.Die Nachfrage der Papier- und Zellstoffindustrie nach Industrieholzsortimenten ist ebenfalls anhaltend hoch. Durch leicht gestiegene Preise für Schleif- und Faserholz können Nutzungen auch in schwierigeren Lagen wirtschaftlich leichter bewerkstelligt werden. Für Schleifholz gibt es momentan etwa 44 bis 50 Euro pro FMO (Festmeter ohne Rinde), für Faserholz weich 34 bis 37 Euro je FMO und für Buchenfaserholz etwa 50 Euro pro FMO. Am Laub-Sägerundholzmarkt, also bei Laubholz für die Möbelproduktion, Böden und Furniere, sind wenige positive Signale erkennbar und daher kann die Landwirtschaftskammer OÖ keine Empfehlung für Laubholzschlägerungen geben. Die Ausnahme sind durch das sogenannte Eschentriebsterben geschädigte Eschenbestände, die heuer großzügig genutzt werden sollten, um die Wertverluste an den Bäumen möglichst gering zu halten. Bei Holznutzungen werden in Oberösterreich pro Jahr drei Millionen Festmeter Holz erzeugt. Spezielle der Kleinwald konnte in den vergangenen Jahren seine Holzernteaktivitäten steigern: Laut österreichischer Waldinventur wurde innerhalb von 15 Jahren im Vergleichszeitraum 1992/1996 bis zur Inventur 2007/2009 die Holznutzung um 35 Prozent auf fast neun Vorratsfestmeter pro Hektar erhöht. Als Abnehmer stehen in Oberösterreich 250 Sägewerke zur Verfügung, die jährlich zwischen 2 bis 2,5 Mio. Festmeter Holz zu Bau- und Schnittholz verarbeiten. Auch die sieben spezialisierten Verarbeitungsbetriebe bei der oberösterreichischen Papier-, Zellstoff und Viskoseindustrie werden jährlich mit 800.000 Festmeter Schleif- und Faserholz aus Oberösterreichs Wald versorgt. Viele Landwirte erstellen als Planungsgrundlage und Orientierung für künftige Entscheidungen ein Betriebskonzept. „Dem Wald wird dabei oft nicht das entsprechende Augenmerk geschenkt, obwohl dessen Beitrag für die gesamte wirtschaftliche Situation des Betriebes von wesentlicher Bedeutung ist. Seit 2010 setzt die Landwirtschaftskammer OÖ daher auf die Erstellung von Waldwirtschaftsplänen, die sozusagen ein forstliches Betriebskonzept darstellen“, erläutert Reisecker. Mittlerweile nutzen bereits 560 Waldbesitzer den Waldwirtschaftsplan als Grundlage für ihre nachhaltige Waldbewirtschaftung. Besonders schätzen diese den übersichtlichen Aufbau und die praxisorientierte Anwendbarkeit. Die Waldbesitzer werden von den Beratern intensiv in die Planung der notwendigen Pflege- und Erntemaßnahmen einbezogen. Die waldbaulichen Maßnahmen werden nach Dringlichkeit gereiht, so erhält der Waldbesitzer einen klar strukturierten Arbeitsplan.Mit einem Netzwerk an Forstberatern und einem flächendeckenden Einsatz an Waldhelfern und Projekten wie der ,Sommeraktion 2013‘ wird es auch künftig gelingen, bei konstanten Marktbedingungen diese Versorgung aus Oberösterreich weiterhin nachhaltig sicher zu stellen“, so Reisecker abschließend.

Autor: Bernhard Henning
Aktualisiert am: 30.10.2013 14:07

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