Heimische Milchbauern lieferten 2008 um 1,8% mehr Milch

Die österreichischen Bauern haben im Kalenderjahr 2008 rund 2,7 Mio. t Milch an die Molkereien geliefert, das waren um 1,8 % mehr als im Vorjahr.
Bezogen auf das Quotenjahr 2008/09 wurden bisher (April bis Dezember 2008) um 1,4% mehr Milch angeliefert als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Damit zeichnet sich erneut eine Überschreitung der Referenzmengen ab, insbesondere deshalb, weil die Anlieferung gegen
Die Quote wurde in Österreich für 2008/09 überliefert – Die AMA rechnet mit Zusatzabgabe von EUR 8,35 Mio.
Die Quote wurde in Österreich für 2008/09 überliefert – Die AMA rechnet mit Zusatzabgabe von EUR 8,35 Mio.
Jahresende zugenommen hat und die Fettgehalte in den Wintermonaten höher sind. Die Agrarmarkt Austria geht in ihrer jüngsten Prognose davon aus, dass es im gesamten Quotenjahr zu einer saldierten Überlieferung von rund 30.000 t kommen wird. Dies hätte eine Zusatzabgabe von insgesamt EUR 8,35 Mio. zur Folge.

Voraussichtliche Überlieferung von 30.000 t

Die AMA berücksichtigt in ihren Berechnungen die Aufstockung der nationalen Quote für Lieferungen (A-Quote) um 69.000 t auf 2,748.000 t im laufenden Quotenjahr 2008/09. Zu dieser Menge kommen noch 5.000 t Milch, welche als Umwandlungen von Quoten für Direktverkäufe in A-Quoten erwartet werden. Insgesamt steht den heimischen Bauern somit eine Referenzmenge von 2,753.000 t zur Verfügung. Im Zeitraum Anfang April bis Ende Dezember 2008 wurden laut AMA 2,021.304 t Milch an die Molkereien geliefert. Diese Menge lag um 37.462 t unter der anteiligen Quotenlinie. Aufgrund des gegenüber dem Referenzwert höheren Fettgehaltes der Rohmilch wurde jedoch die Anlieferung auf 2,069.187 t nach oben korrigiert. Diese Menge überschritt die anteilige Quotenlinie bereits um 10.421 t. Ausgehend von dieser fettkorrigierten Milchanlieferung hat die AMA für das gesamte Quotenjahr 2008/09 die Anlieferung auf rund 2,783.000 t hochgerechnet. Daraus ergibt sich eine voraussichtliche Überlieferung um 30.000 t. Multipliziert man diese Menge mit dem von der EU festgelegten Zusatzabgabensatz von 27,83 Cent je kg, so resultiert daraus für die überliefernden Landwirte eine "Superabgabe" in der Höhe von EUR 8,35 Mio. Aufgrund des höheren Fettgehaltes der Milch in den Wintermonaten könnte es noch zu einer weiteren Zunahme der saldierten Überlieferung kommen.


Aktualisiert am: 27.01.2009 19:05
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