Heimische Eiweißquellen im Ferkelfutter

Heimische Eiweißquellen gewinnen in der Schweinefütterung immer mehr an Bedeutung. Ein Fütterungsversuch von Dr. Wolfgang Preissinger an der Versuchsanstalt im bayerischen Schwarzenau zeigt, was beim Einsatz von Ackerbohnen, Erbsen oder Lupine in der Ferkelfütterung zu beachten ist.
Heimisches Eiweiß im Ferkelfutter
Heimisches Eiweiß im Ferkelfutter
Die heimischen Eiweißalternativen können mit Sojaextraktionsschrot durchaus mithalten. Die Versuchsgruppen mit den Eiweißalternativen in den Mischungen konnten gleiche Leistungen erzielen wie die Kontrollgruppe mit ausschließlich Sojaextraktionsschrot als Eiweißträger. Die Einsatzhöhe in Rationen für Aufzuchtferkel soll dabei auf maximal zehn Prozent Eiweißalternativen begrenzt werden. Wichtig ist, dass bei Einsatz von Erbsen und Ackerbohnen ein Mineralfutter mit erhöhtem Gehalt an Methionin und gegebenenfalls auch an Threonin verwendet wird. Die Futterkosten und die Ausscheidungen an Stickstoff und Phosphor unterschieden sich nur geringfügig.

Inhaltsstoffe analysieren
Im Ferkelfütterungsversuch wurden Erbsen, Ackerbohnen und blau blühende Süßlupinen mit
Futterkomponenten untersuchen lassen
Futterkomponenten untersuchen lassen
einer Einsatzhöhe von jeweils sechs und zehn Prozent sowie ergänzt mit Sojaextraktionsschrot getestet. In der Kontrollgruppe wurde ausschließlich Sojaextraktionsschrot als Eiweißfutter eingesetzt. Für die genaue Rationsgestaltung wurden die Energiegehalte und Inhaltsstoffe der eingesetzten Eiweißfutter analysiert. Der in Tabelle 1 dargestellte Vergleich zu den Gruber Tabellenwerten zeigt, dass die analysierten Nährstoffgehalte aller Eiweißfuttermittel gut mit den Tabellenwerten übereinstimmten. Lediglich bei den Ackerbohnen war im Rohproteingehalt mit 225 g gegenüber 260 g eine größere Abweichung vom Tabellenwert festzustellen. Für die Praxis zeigt sich, dass die Tabellenwerte für die Rationsberechnungen gute Richtwerte darstellen. Für die genaueren Berechnungen empfiehlt sich jedoch, die einzelnen Futterkomponenten analysieren zu lassen.



Den Artikel in voller Länge finden sie in der LANDWIRT Ausgabe 6/2018 Bestellen Sie hier kostenlos und unverbindlich Ihr Probeheft Ausgabe 2/2018 (solange der Vorrat reicht)

Aktualisiert am: 02.03.2018 14:15