Heimische Bauern tischen auf

Die Ausstellung ‚Heimische Bauern tischen auf’ ist ein Plädoyer für Lebensmittel aus der Region“, beschreibt Landwirtschaftskammerpräsident Gerhard Wlodkowski diese einzigartige Ausstellung im Stadtbauernhof der Landwirtschaftskammer, die kürzlich eröffnet wurde.
Präsident Gerhard Wlodkowski, Kammerdirektor Winfried Eberl und AMA-Chef Georg Schöppl bei der Ausstellungseröffnung.
Präsident Gerhard Wlodkowski, Kammerdirektor Winfried Eberl und AMA-Chef Georg Schöppl bei der Ausstellungseröffnung.
"Die Steiermark ist ein Spezialitäten-Land, ein Land der Lebensmittelvielfalt. Dies zeigt diese Ausstellung eindrucksvoll“, gibt Kammerdirektor Dipl.-Ing. Winfried Eberl einen Überblick über die Ausstellung. Im Mittelpunkt stehen heimisches Obst, steirisches Kürbiskernöl, steirischer Wein, Milch, Direktvermarktungs-Köstlichkeiten, Fleischspezialitäten vom Rind, Schwein und Lamm wie beispielsweise Almo oder Styriabeef, Bioprodukte, Eier u.v.a.m. „Dabei rücken wir Wert, Qualität und regionale Vorzüge der Lebensmitteln ins Bewusstsein. Außerdem verweisen wir darauf, dass heimische Spezialitäten nicht zu jeder Zeit, sondern zu ihrer Zeit verfügbar sind. Wir zeigen aber auch, wie beispielsweise die Kühe wohnen oder wie das tägliche Menü einer Kuh ausschaut“, so Eberl weiter.

„Der Kauf von heimischen Lebensmitteln schafft neue Arbeitsplätze und schützt die Umwelt“, appelliert Landwirtschaftskammerpräsident Gerhard Wlodkowski an mehr Konsumpatriotismus bei den Österreichern. Würden nur 10 Prozent mehr heimische Lebensmittel statt importierter konsumiert und um 5 Prozent mehr Bioenergie eingesetzt, würde das Bruttoinlandsprodukt um 2,7 Milliarden Euro steigen,“ zitiert der Kammerpräsident eine aktuelle Studie von Universitäts-Professor DDr. Friedrich Schneider, Johannes Kepler Universität in Linz. In Österreich könnten so 23.000 neue Arbeitsplätze, (Steiermark: 8000) geschaffen werden. Und weiter: „Durch die Reduktion der Transporte wird die Umwelt geschont: Denn durch den Lebensmitteltransport aus fernen Ländern werden jährlich in Österreich 100 Millionen Euro an Umwelt- und Klimaveränderungskosten verursacht.“

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Aktualisiert am: 19.06.2006 08:57
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