Hauptversammlung der Fleischrinderzüchter Oberösterreichs

In Zell am Pettenfirst trafen sich die Fleischrinderzüchter Oberösterreichs mit den zuständigen Funktionären des FIH zur Hauptversammlung. Ein Rückblick auf ein erfolgreiches Jahr 2007 wurde gegeben. Die Ausblicke richteten sich in Richtung Blauzungenkrankheit und mögliche Vorbeugemaßnahmen sowie in Richtung Zucht und Vermarktung.
Obmann Johann Harsch und Berater Max Fruhstorfer vom FIH durften nicht nur den FIH Obmann Johann Hosner und den Geschäftsführer Dr. Sepp Miesenberger in Zell begrüßen, sondern freuten sich auch, Karl Scholler aus Bayern als Referenten zu dieser Tagung begrüßen zu dürfen. Öberösterreichs Fleischrinderzüchter werden seit 5 Jahren vom FIH als zuständigen Zuchtverband betreut und beraten. Dieser Beitritt war eine äußerst positive und richtige Entscheidung, berichten Obmann Harsch und Obmann Hosner unisono. Max Fruhstorfer stellte einige Erfolge der FIH Fleischrinderzüchter des letzten Jahres von, so zwei Bundessieger der Schau in Ried 2007. Er verwies in seinem Rasseüberblick weiters auf die sehr guten Leistungen der Züchter in Oberösterreich, die LKV-Daten zufolge meist über dem Österreichdurchschnitt liegen.

Gefahr Blauzunge

Geschäftsführer Dr. Miesenberger berichtete über den aktuellen Stand der Dinge in Sachen Blauzungenerkrankung. Er bemerkte ein sehr geringes Zuchttierangebot bei diversen Fleischrinderrassen und forderte konsequente Zuchtarbeit und Abstimmung zwischen Züchtern und Verband ein, denn bei vielen Fleischrinderrassen werde die Zuchtarbeit ausschließlich im Ausland geleistet.

geeignete Zuchtstrategien auswählen

Referent Karl Scholler aus Bayern sieht künftig wieder gute Chancen für die Fleischrinderzucht in den Grünland- und Berggebieten. Ackerfutter werde zu teuer werden, der Wettbewerb ums Kraftfutter zwischen Mensch, Tier und Energie nehme zu, darum werden zukünftig wieder an den Standort angepaßte mittelrahmige Rinder gefragt sein, die auch vom Grünland alleine fertige Schlachtkörper zusammen bringen könnten. In der Zucht muß die Funktionalität ganz weit vorne stehen. "Was nutzen uns immer größere Fleischwalzen, wenn es bei den Geburten hapert, die Fruchtbarkeit leidet und die Schnitzel erstens zu groß und zweitens ohne Kraftfutter gar nicht fertig zu bekommen sind" fragte sich Scholler. Scholler empfahl jedem Fleischrinderzüchter seine eigene auf den Betrieb und die Rasse abgestimmte Zuchtstrategie festzulegen.

weitere Infos zur Fleischrinderzucht in OÖ:

Fleckviehzuchtverband Inn- und Hausruckviertel FIH


Aktualisiert am: 17.07.2008 13:18

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