Harnproben als Managementhilfe im Kuhstall

Harnuntersuchungen ermöglichen es, direkt vom Tier Hinweise auf die Wirkung von Fütterung und Management zu erhalten. Die Kühe selbst liefern Informationen über ihre Versorgung mit Nährstoffen.
Das Harnen kann bei einer Kuh durch vorsichtiges Massieren des Bereiches unterhalb der Scheide ausgelöst werden.
Das Harnen kann bei einer Kuh durch vorsichtiges Massieren des Bereiches unterhalb der Scheide ausgelöst werden.
Stoffwechselstörungen wie Ketose, Azidose oder auch Milchfieber verlaufen häufig subklinisch und bleiben dadurch oft unerkannt. Die Folgen allerdings machen sich in gesundheitlichen Störungen und einer Abnahme der Milch- und Fruchtbarkeitsleistung bemerkbar. Durch die Entgleisungen des Stoffwechsels wird die Leber belastet und dadurch das Abwehrsystem geschwächt. In der Folge treten vermehrt Infektionen von Euter und Gebärmutter auf.

Hinweise auf Stoffwechselstatus
Mit der Untersuchung von Harnproben erhält man wertvolle Hinweise auf den Stoffwechselstatus der Kuh und kann so schon im Vorfeld eingreifen und größere Probleme im Bestand verhindern. Zur routinemäßigen Überprüfung sollten stets diejenigen Tiere herangezogen werden, die den höchsten Belastungen ausgesetzt sind, aber klinisch gesund erscheinen. Je mehr Tiere untersucht werden, umso aussagekräftiger sind die Ergebnisse. Eine Stichprobe von 10 Tieren pro Leistungsgruppe ist aber in den meisten Fällen ausreichend.

Mehr darüber, was Ihnen Harnproben über Ihre Kühe verraten, erfahren Sie im Beitrag von Dr. Katharina Traulsen in Heft 8 unserer Fachzeitschrift „Der fortschrittliche Landwirt“.

Weiters in dieser Ausgabe:
- Migulatoren fördern die Tiergesundheit und binden Schadstoffe
- Tiroler Bergbauern setzen auf Braunvieh


Aktualisiert am: 04.04.2012 13:07
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