Halbierung des Fettkorrekturfaktors umgesetzt

Der Fettgehalt in der Milch hat sich, seit der Festlegung des betrieblichen Referenzfettgehaltes 1995, durch Züchtung und Fütterung stetig verbessert. Daher wurde die Forderung nach einer Anpassung des Fettkorrekturfaktors immer lauter. Mit 1. April 2009 ist nun die Änderung des Faktors in Kraft getreten.
Die Halbierung der Fettkorrektur wurde bereits bei der Aprilabrechnung berücksichtigt.
Die Halbierung der Fettkorrektur wurde bereits bei der Aprilabrechnung berücksichtigt.
Bekanntlich darf ein Milchlieferant weniger Milch anliefern, wenn der Fettgehalt höher als der betriebliche Referenzfettgehalt ist. Ist der tatsächliche Fettgehalt niedriger als der Referenzfettgehalt kann mehr Milch geliefert werden. Mit dem Fettkorrekturfaktor von 0,18 % pro 0,01 % Fett berücksichtigt dies die Molkerei monatlich auf der Milchgeldabrechnung.

Korrekturfaktoränderung seit April in Kraft
Nachdem vielfach der Fettgehalt der Milch durch Züchtung, Fütterung etc. verbessert wurde und höher ist als der 1995 festgelegte betriebliche Referenzfettgehalt, wurde eine entsprechende Anpassung gefordert. Darüber hinaus ergab sich die österreichische Überlieferung zum überwiegenden Teil aus der Summe der Fettkorrekturen der einzelnen Milchlieferanten. Daher war es im Interesse der österreichischen Milchlieferanten im Rahmen des Gesundheitschecks den Fettkorrekturfaktor bei positiver Fettkorrektur (Anlieferungsfettgehalt ist höher als Referenzfettgehalt) zu halbieren. Diese Änderung ist mit 1. April 2009 in Kraft getreten. Auf der Milchgeldabrechnung für den Monat April 2009 können Milchlieferanten mit positiver Fettkorrektur die Halbierung von 0,18 % auf 0,09 % erkennen. Im Block Referenzmengeninformation auf der Milchgeldabrechnung wird die angelieferte Milchmenge aufgrund des tatsächlichen Fettgehaltes der Anlieferungsmilch entsprechend fettkorrigiert und in eine fettkorrigierte Anlieferung umgerechnet.

Keine Änderung bei negativer Fettkorrektur
Rund 30.000 Milchbauern in Österreich haben einen höheren Fettgehalt und sind von der umgesetzten Neuerung positiv betroffen. Für Betriebe mit einem geringeren Anlieferungsfettgehalt als der Referenzfettgehalt bleibt der Korrekturfaktor bei 0,18 %. Somit ergibt sich für diese Milchlieferanten kein Nachteil. Für allfällige Anfragen stehen die Molkereien und die Berater der Landwirtschaftskammern zur Verfügung.


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Aktualisiert am: 27.05.2009 16:50
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